XETRA-SCHLUSS/Anleger mit Blick auf zusätzliche US-Zölle vorsichtiger


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DOW JONES--Am deutschen Aktienmarkt ist es zum Start in die Woche kräftiger nach unten gegangen. Den Grund für den Abverkauf lieferte einmal mehr US-Präsident Donald Trump. Die Zollandrohungen im Zusammenhang mit dem Streit über Grönland verunsicherten die Anleger, der DAX schloss 1,3 Prozent tiefer bei 24.959 Punkten. Trump kündigte am Wochenende an, ab dem 1. Februar Strafzölle von 10  und ab dem 1. Juni sogar 25 Prozent auf sämtliche Waren aus acht europäischen NATO‑Staaten - darunter Deutschland - zu erheben. Diese Maßnahmen sollen so lange gelten, bis ein Abkommen über den "vollständigen Kauf Grönlands" erreicht werde. Nun droht eine mögliche Spirale aus Zöllen und Gegenzöllen mit schwer kalkulierbaren Folgen.

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Die Marktstrategen der Nord-LB verwiesen darauf, dass vor allem exportstarke DAX‑Unternehmen unter der Aussicht auf höhere Handelsbarrieren leiden. EU‑Ratspräsident António Costa kündigte kurzfristig einen Sondergipfel an, um eine gemeinsame Linie zu erarbeiten. Relativ unbeeindruckt zeigten sich der Euro wie auch die Bundesanleihen, hier war die Flucht in Sicherheit kaum auszumachen. Allenfalls das Gold profitierte einmal mehr, die Unze kostete erstmals über 4.000 Euro.

Schon früh am Tag war zu beobachten, dass es einen Verkaufsüberhang über der runden 25.000er-Marke gab, darunter wurde bereits schnell wieder gekauft. Defensive Sektoren wie Telekoms waren dabei gesucht, vor allem die exportabhängigen Titel der Automobilhersteller wurden dagegen gegeben. So schlossen Deutsche Telekom knapp 2 Prozent im Plus, für BMW ging es dagegen um 3,4 Prozent nach unten.

Größter Gewinner war die Bayer-Aktie, die rund 7 Prozent höher aus dem Handel ging. Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA vom Freitagabend, den Fall Durnell zu überprüfen, markiere einen Wendepunkt in der langwierigen Roundup-Rechtsstreitigkeit von Bayer und beseitige die größte verfahrenstechnische Unsicherheit in Bezug auf die Strategie der bundesstaatlichen Vorrechte des Unternehmens, hieß es von MWB. Obwohl der Einzelfall finanziell unbedeutend sei, habe die Überprüfung durch das Gericht das Potenzial, das "Endspiel der Rechtsstreitigkeiten" für die verbleibenden rund 65.000 Ansprüche wesentlich zu verändern.

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Etwas positiver für die Lufthansa (+0,7%) gestimmt sind die Analysten von Morgan Stanley und haben die Schätzungen leicht nach oben genommen. Die Fluggesellschaft dürfte die Kosten besser unter Kontrolle gehabt haben, so dass diese weniger stark gestiegen sein dürften als zunächst angenommen.

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INDEX zuletzt +/- % +/- % YTD

DAX 24.959,06 -1,3% +3,3%

DAX-Future 25.071,00 -1,4% +2,8%

XDAX 24.952,95 -1,4% +3,0%

MDAX 31.385,57 -1,6% +4,2%

TecDAX 3.673,90 -2,1% +3,6%

SDAX 18.010,89 -1,7% +6,7%

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zuletzt +/- Ticks

Bund-Future 128,19 +9

YTD - bezogen auf Schlusskurs Vortag

Index Gewinner Verlierer unv. Umsatz Aktien Umsatz Vortag Aktien Vortag

DAX 6 34 0 4.191,6 59,7 4.370,1 62,6

MDAX 9 39 2 564,3 22,0 660,7 25,0

TecDAX 8 22 0 845,8 17,7 1.122,8 23,3

SDAX 10 58 2 150,2 10,4 306,6 23,9

Umsätze in Millionen Euro bzw. Stück

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/cln

(END) Dow Jones Newswires

January 19, 2026 11:47 ET (16:47 GMT)

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08.07.26 Lufthansa Underweight Barclays Capital
07.07.26 Lufthansa Market-Perform Bernstein Research
06.07.26 Lufthansa Market-Perform Bernstein Research
03.07.26 Lufthansa Buy UBS AG
02.07.26 Lufthansa Market-Perform Bernstein Research