XETRA-SCHLUSS/DAX geht die Puste aus mit sinkenden US-Zinssenkungserwartungen
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FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt hat zum Wochenausklang mit empfindlichen Abgaben geschlossen. Der DAX gab um 1,2 Prozent auf 18.175 Punkte nach, im Tagestief lag er sogar bei 18.088 Punkten. Nach dem ADP-Arbeitsmarktbericht sind auch die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten deutlich besser als erwartet ausgefallen. Die Zahl der Beschäftigten stieg im März um 303.000 - die Prognose lag lediglich bei 200.000. Auch die durchschnittlichen Stundenlöhne erhöhten sich stärker als erwartet. Die Daten spielen den Fed-Falken in die Hände. Am Devisenmarkt fiel der Euro auf 1,0800 Dollar zurück, während die Renditen an den Anleihemärkten anzogen.
Zuvor hatten bereits falkenhafte Töne von Fed-Offiziellen die Börsianer aufgeschreckt. Während an der Wall Street zuletzt noch von bis zu drei Zinssenkungen in den USA in diesem Jahr ausgegangen wurde, überraschte Neel Kashkari, Präsident der Federal Reserve Bank von Minneapolis, mit der Aussage, dass er Zinssenkungen in diesem Jahr überhaupt in Frage stelle, sollte sich die Inflation weiterhin seitwärts bewegen. Im März sah Kashkari immerhin noch zwei Zinssenkungen. Der Präsident der Richmond Fed, Tom Barkin, erklärte unterdessen, dass "es klug ist, wenn die Fed sich Zeit lässt" und "niemand wolle, dass die Inflation wieder ansteigt".
Verkauft wurde durch alle Branchen. Die zuletzt gut gelaufenen Automobiltitel gingen in den Korrekturmodus über: BMW fielen um 1,9 Prozent, Mercedes-Benz um 0,7 Prozent und VW büßten 1,6 Prozent ein. Auch die zuletzt gesuchten Chemietitel verloren: BASF büßten 2,0 Prozent ein oder Covestro 1,3 Prozent.
Sehr schwach im Markt lagen Airline-Aktien am Freitag. Auf die Stimmung drückten hier die steigenden Ölpreise angesichts der zunehmenden Spannungen im Nahen Osten. Für die Lufthansa-Aktie ging es gleich um 4,3 Prozent nach unten. Ebenfalls mit Abgaben zeigten sich die zinssensiblen Immobilienaktien: Vonovia büßten 2,6 Prozent ein, LEG Immobilien 1,7 Prozent und Aroundtown 7,1 Prozent. "Die geradezu erstaunliche Stärke des US-Arbeitsmarktes macht eine erste Zinssenkung der Fed noch im ersten Halbjahr zusehends unwahrscheinlich", kommentierte die Commerzbank. In der kommenden Woche tagt die Europäische Zentralbank (EZB). Diese dürften das Zinsniveau bestätigen, jedoch eine baldige Senkung in Aussicht stellen.
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INDEX zuletzt +/- % +/- % YTD
DAX 18.175,04 -1,2% +8,43%
DAX-Future 18.409,00 -1,3% +7,01%
XDAX 18.161,16 -0,3% +8,31%
MDAX 26.918,65 -1,3% -0,81%
TecDAX 3.369,96 -1,2% +0,98%
SDAX 14.293,11 -1,0% +2,38%
zuletzt +/- Ticks
Bund-Future 132,30 -76
YTD - bezogen auf Schlusskurs Vortag
Index Gewinner Verlierer unv. Umsatz Mio Euro Mio Aktien Vortag
DAX 3 37 0 4.112,7 78,7 64,2
MDAX 9 40 1 588,8 32,1 26,1
TecDAX 2 26 1 1.022,7 23,9 16,8
SDAX 19 49 2 96,3 6,9 7,3
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/mpt/ros
(END) Dow Jones Newswires
April 05, 2024 11:47 ET (15:47 GMT)
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