Ziele unbeeinträchtigt

Novo Nordisk sieht US-Lieferengpass bei Wegovy in der ersten Jahreshälfte 2022 - Aktie verliert zweistellig


Novo Nordisk sieht US-Lieferengpass bei Wegovy in der ersten Jahreshälfte 2022 - Aktie verliert zweistellig

Novo Nordisk kann aufgrund eines Lieferengpasses bei einem Zulieferer die Wegovy-Nachfrage im US-Markt im ersten Halbjahr 2022 nicht decken, rechnet aber derzeit nicht mit Engpäsen im zweiten Halbjahr.

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Wie der dänische Pharmakonzern am späten Freitagabend mitteilte, hat ein Hersteller, der im Auftrag von Novo Nordisk Spritzen für das injizierbare Arzneimittel Wegovy für den US-Markt abfüllt, Lieferung und Produktion wegen Problemen bei der Beachtung der Herstellungsleitlinien für Arzneimittel vorübergehend eingestellt.

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Auf die kommunizierten Finanzziele für 2021 haben die Lieferschwierigkeiten dem Unternehmen zufolge keinen Einfluss. Den Ausblick für 2022 will der Konzern am 2. Februar mit den Ergebnissen für 2021 bekanntgeben.

Die Aktie brach im frühen Handel um 13 Prozent ein. Wegovy-Pens werden als verschreibungspflichtiges Arzneimittel bei Erwachsenen mit Fettleibigkeit oder Übergewicht und entsprechenden gewichtsbedingten medizinischen Probleme zum Abnehmen eingesetzt.

So reagiert die Novo Nordisk-Aktie

Wegen Lieferschwierigkeiten bei seinem Hoffnungsträger Wegovy sind die Aktien des Insulinherstellers am Montag zeitweise um mehr als 16 Prozent eingebrochen. Zum Handelsschluss büßten sie noch 11,72 Prozent auf 675,2 dänische Kronen ein - am Freitag hatten sie mit 773,70 Kronen noch ein Rekordhoch markiert. Auf Jahressicht steht aktuell aber immer noch ein dickes Kursplus von rund 61 Prozent zu Buche.

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Wegen Problemen bei einem Zulieferer können die Dänen eigenen Angaben zufolge voraussichtlich die Nachfrage nach dem wichtigen Medikament zur Gewichtsreduktion im ersten Halbjahr 2022 nicht decken. Der bisherige Jahresausblick für 2021 bleibt laut Unternehmen davon aber unberührt.

Die Analysten der US-Banken JPMorgan und Citigroup sowie der Deutschen Bank strichen daraufhin ihre Kaufempfehlungen für die Novo-Nordisk-Aktie. JPMorgan-Analyst Richard Vosser kürzte seine Umsatzschätzungen für Wegovy für die kommenden Jahre teils deutlich und rechnet auch mit sinkenden Konsensprognosen. Er befürchtet, dass die derzeitigen Probleme die Nachfrage beeinträchtigen und den Vorsprung auf die Konkurrenz schrumpfen lassen könnten.

KOPENHAGEN (Dow Jones) / (dpa-AFX)

Bildquellen: Novo Nordisk

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