Zinswende

EZB-Rat Knot: Mindestens zwei weitere starke Zinserhöhungen notwendig


EZB-Rat Knot: Mindestens zwei weitere starke Zinserhöhungen notwendig

Das niederländische Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), Klaas Knot, hat sich für weitere starke Zinserhöhungen im Kampf gegen die hohe Inflation ausgesprochen.

Es brauche mindestens zwei weitere "signifikante Zinserhöhungen", sagte der Präsident der niederländischen Notenbank am Montag in einer Rede in Amsterdam. Knot machte außerdem deutlich, dass die EZB so lange die Leitzinsen erhöhen werde, bis die mittelfristige Inflationserwartung wieder das von der Notenbank anvisierte Ziel von zwei Prozent erreicht habe.

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Die EZB hatte zuletzt im September den Leitzins kräftig um 0,75 Prozentpunkte auf 1,25 Prozent angehoben. Für die kommende Zinssitzung Ende Oktober wird am Markt erneut mit einer Zinserhöhung in dieser Größenordnung gerechnet. Mit den Zinsschritten versucht die Notenbank, den starken Preisanstieg in den Griff zu bekommen. Zuletzt lag die Inflationsrate im gemeinsamen Währungsraum im September bei 10,0 Prozent.

EZB-Ratsmitglied Knot zählt zu den falkenhaften Notenbankern und befürwortet eine eher straffe Geldpolitik. In seiner Rede ging er auch auf die Frage des Abbaus der durch Wertpapierkäufe angeschwollenen EZB-Bilanz ein. Seiner Einschätzung nach müssen erst die Leitzinsen weiter erhöht werden, bevor die Notenbank mit einer Rückführung der Notenbankbilanz beginnen könne. Dies erwartet Knot frühestens im Jahr 2023.

/jkr/bgf/stw

AMSTERDAM (dpa-AFX)

Bildquellen: Petronilo G. Dangoy Jr. / Shutterstock.com, Jorg Hackemann / Shutterstock.com

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