Zuversichtlich

HHLA-Aktie im Sinkflug: Containertransport über Land treibt Hafenbetreiber HHLA an


HHLA-Aktie im Sinkflug: Containertransport über Land treibt Hafenbetreiber HHLA an

Ein starker Zuwachs beim Containertransport auf der Schiene stimmt den Hamburger Hafenbetreiber HHLA etwas zuversichtlicher für das laufende Jahr.

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Der Umsatz dürfte im Vergleich zum Vorjahr statt "moderat" jetzt "deutlich" steigen, teilte das Unternehmen bei der Vorlage der Halbjahresbilanz am Donnerstag in Hamburg mit. An ihrer Gewinnprognose hält HHLA-Chefin Angela Titzrath jedoch fest.

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An der Börse wurden die Nachrichten negativ aufgenommen: Die HHLA-Aktie verliert via XETRA aktuell 5,19 Prozent auf 19,38 Euro.

Im ersten Halbjahr steigerte HHLA den Umsatz konzernweit auf 709 Millionen Euro, knapp 13 Prozent mehr als im coronageprägten Vorjahreszeitraum. Der operative Gewinn (Ebit) sprang um 63 Prozent auf 90,5 Millionen Euro nach oben. Unter dem Strich stand ein Gewinn von fast 39 Millionen Euro, 175 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Dabei zog der Umsatz im zweiten Quartal mit 23 Prozent besonders kräftig an, nachdem der Geschäftseinbruch infolge der Corona-Krise den Hamburger Hafen ein Jahr zuvor schwer getroffen hatte.

Im ersten Halbjahr wurden an den HHLA-Terminals 3,37 Millionen Standardcontainer umgeschlagen und damit nur 0,7 Prozent mehr als im coronageprägten Vorjahreszeitraum. Der Containertransport per Lkw und Zug nahm hingegen um 16 Prozent auf etwa 832 000 Standardcontainer zu. Allerdings blieb der Umsatzanstieg in dem Segment mit 13 Prozent hinter dem Mengenwachstum zurück.

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Für das laufende Jahr rechnet der HHLA-Vorstand mit einem moderaten Anstieg des Containerumschlags und einem deutlichen Anstieg beim Containertransport über Land. Der operative Gewinn soll konzernweit - also einschließlich des Konzernteils Immobilien - weiterhin 153 und 178 Millionen Euro erreichen, davon 140 bis 165 Millionen im börsennotierten Konzernteil Hafenlogistik.

HHLA-Gespräche über Cosco-Terminalbeteiligung 'demnächst erfolgreich'

Der Hamburger Hafenlogistikspezialist HHLA sieht die Gespräche mit dem chinesischen Terminalbetreiber Cosco über eine Beteiligung an einem Hamburger Containerterminal auf der Zielgerade. "Die Verhandlungen darüber werden demnächst zu einem erfolgreichen Abschluss kommen", schreibt die HHLA-Vorstandsvorsitzende Angela Titzrath in einem am Donnerstag mit den Halbjahreszahlen veröffentlichten Brief an die Aktionäre. "Durch den Ausbau der Zusammenarbeit wird die Wettbewerbsposition der HHLA, des maritimen Standorts Hamburg und des Industrielandes Deutschland gestärkt sowie Beschäftigung gesichert."

Bürgermeister Peter Tschentscher hatte bereits Wohlwollen für die HHLA-Einstiegsofferte an die Chinesen gezeigt. Die Stadt Hamburg ist mit 69 Prozent Mehrheitseigner des börsennotierten HHLA-Teilkonzerns Hafenlogistik. China ist für den drittgrößten europäischen Seehafen als mit Abstand wichtigster Handelspartner Hamburgs eminent wichtig.

/stw/men/mis

HAMBURG (dpa-AFX)

Bildquellen: HHLA

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20.09.23 HHLA Sell Warburg Research
17.05.23 HHLA Sell Warburg Research
23.03.23 HHLA Sell Warburg Research
17.02.23 HHLA Hold Warburg Research
17.05.22 HHLA Hold Warburg Research