Deutsche Anleihen geben erneut nach


FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Bundesanleihen haben am Montag erneut nachgegeben. Bis zum Nachmittag fiel der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future um 0,42 Prozent auf 131,83 Punkte zurück. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen stieg im Gegenzug auf 2,57 Prozent. Auch in anderen Euroländern erhöhten sich die Renditen.

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Schon vor dem Wochenende waren Bundeswertpapiere unter Druck geraten. Zwar deuteten neue US-Konjunkturdaten auf einen sich abkühlenden Arbeitsmarkt hin, was der Notenbank Federal Reserve ihren Inflationskampf etwas erleichtern dürfte. Das wichtige Konjunkturbarometer des ISM-Instituts fiel aber solide aus, was auf anhaltenden Inflationsdruck hindeuten könnte.

Konjunkturdaten aus der Eurozone fielen schwach aus. Die deutschen Exporte gaben im Juli nach und sind damit schwach in die zweite Jahreshälfte gestartet. Das Konjunkturbarometer von Sentix für den Euroraum fiel im September nach einem Zuwachs im Vormonat zurück. "Deutschland bleibt in der Rezession, die zunehmend an die Einbrüche nach der Finanzkrise 2008 oder an den ersten Lockdown 2020 erinnert", hieß es von Sentix. Die größte Volkswirtschaft der Eurozone belaste in hohem Maße auch die Konjunktur im gesamten Währungsraum. Aus den USA kamen angesichts eines Feiertags keine Impulse.

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