Deutsche Anleihen geben nach - Ausverkauf bei Japans Staatsanleihen belastet


FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Dienstag gesunken. Am Markt wurde auf kräftige Kursverluste bei japanischen Staatspapieren hingewiesen, die den gesamten Markt am Morgen belastet hätten. Der richtungweisende Euro-Bund-Future fiel um 0,12 Prozent auf 127,92 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe legte im Gegenzug auf 2,86 Prozent zu.

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Bei den übrigen Ländern der Eurozone ging es im frühen Handel mit den Kursen ebenfalls nach unten und mit den Renditen nach oben. Überschattet wird der Markt durch einen Ausverkauf bei japanischen Staatsanleihen nach der Spekulation auf eine mögliche vorgezogene Neuwahl.

Medienberichten zufolge, könnte Japans Premierministerin Sanae Takaichi, die seit Oktober 2025 amtiert, ihre Macht durch neue Mehrheitsverhältnisse festigen. Takaichi steht für eine aggressive Fiskalpolitik und befürwortet eine expansive Geldpolitik.

Im weiteren Handelsverlauf dürften Anleger das Interesse auch verstärkt auf US-Konjunkturdaten richten. Am Nachmittag werden Daten zur Entwicklung der Verbraucherpreise im Dezember erwartet. Nach Einschätzung des Analysten Christoph Rieger von der Commerzbank stehen die Inflationsdaten unter anderem wegen der jüngsten Angriffe der US-Regierung auf die Unabhängigkeit der Notenbank Fed besonders im Fokus.

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"Auch wenn die Sorgen um die Unabhängigkeit der Fed berechtigt sind, könnten die heutigen US-Inflationszahlen zumindest die unmittelbaren Befürchtungen nehmen, dass die Fed zu unangemessenen Zinssenkungen gezwungen wird", sagte Rieger. Zuletzt war der Streit um die Unabhängigkeit der Notenbank eskaliert.

Nachdem das US-Justizministerium dem Notenbankchef Jerome Powell mit einer Anklage gedroht hatte, wies Powell die strafrechtlichen Ermittlungen gegen ihn als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Federal Reserve zurück.

Die zuständige Staatsanwältin versuchte, die Lage zu beschwichtigen. Außer Powell habe niemand das Wort "Anklage" in den Mund genommen, erklärte Jeanine Pirro auf der Plattform X. Ihre Behörde habe lediglich zu Vorladungen greifen müssen, da die Notenbank Informationsanfragen zu Kosten von Renovierungsarbeiten am historischen Gebäude der Federal Reserve (Fed) "ignoriert" habe, behauptete sie./jkr/zb

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