Deutsche Anleihen geben weiter nach


FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen sind am Freitag mit weiteren, wenn auch nur leichten Kursverlusten in den Handel gestartet. Am Morgen fiel der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future um 0,04 Prozent auf 143,10 Punkte. Die Rendite für zehnjährige Bundeswertpapiere stieg im Gegenzug auf 1,73 Prozent. Das ist der höchste Stand seit Ende Juni.

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Für Zinsauftrieb sorgt seit Donnerstag die Europäische Zentralbank (EZB). Um sich gegen die hohe Inflation zu stemmen, hob sie ihre Leitzinsen so stark an wie noch nie seit ihrem Bestehen. Zudem stellte sie weitere kräftige Zinserhöhungen in Aussicht. Analysten zeigten sich überwiegend erleichtert, dass die Zentralbank ihre vorsichtige Haltung ein Stück weit aufgegeben hat. Zugleich mahnten sie weitere klare Schritte zur Inflationsbekämpfung an.

Zum Wochenausklang stehen nur wenige Konjunkturdaten auf dem Programm. Produktionsdaten aus Frankreich und Spanien dürften allenfalls zur Kenntnis genommen werden. Größere Beachtung dürfte ein Treffen der EU-Energieminister auf sich ziehen, die sich mit der Energiekrise in Europa auseinandersetzen. Die stark gestiegenen Energiepreise stellen eine erhebliche Belastung für die Wirtschaft Europas dar.

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