Deutsche Anleihen: Kursverluste - Produktion steigt stärker als erwartet


FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Montag gefallen. Der richtungweisende Euro-Bund-Future fiel um 0,41 Prozent auf 127,89 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf 2,82 Prozent.

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Belastet wurden die Kurse durch Aussagen von EZB-Direktorin Isabel Schnabel, die eine Talsohle bei den Leitzinsen signalisiert hat. "Sowohl die Märkte als auch die Umfrageteilnehmer erwarten, dass der nächste Zinsschritt eine Anhebung sein wird, wenn auch nicht in naher Zukunft", sagte die Notenbankerin in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg. Mit diesen Erwartungen sei sie "durchaus einverstanden".

Zudem haben besser als erwartet ausgefallene Zahlen aus dem Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland die Kurse belastet. Die Produktion ist im Oktober unter anderem dank eines deutlichen Anstiegs der Bauproduktion stärker als erwartet gestiegen. Sie legte im Monatsvergleich um 1,8 Prozent zu. Volkswirte hatten lediglich mit 0,3 Prozent gerechnet.

"Aus der Industrie kommen wiederholt gute Nachrichten", kommentierte Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank die Produktionsdaten. Er verwies auch auf die am Freitag veröffentlichten Auftragseingänge für Oktober, die bereits stärker als erwartet gestiegen waren. Nach Einschätzung von Gitzel ist die deutsche Industrie positiv in das Schlussquartal gestartet.

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Belastet wurden die Kurse auch durch die Entwicklung in Japan. Dort treibt die Erwartung einer Zinserhöhung die Renditen immer weiter nach oben. Die Inflation hatte dort zuletzt angezogen./jsl/jkr/zb

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