EUR/USD: Weiter auf Erholungskurs?!

Es ist etwas Ruhe an der Euro-Front eingekehrt.
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Die Ankündigung von EZB-Chef Mario Draghi, durch Anleihekäufe die Rentenmärkte in Spanien und Italien direkt stützen zu wollen, hat tatsächlich Wirkung gezeigt. Die Anleiherenditen sind gesunken. Und auch am heutigen Montag brachte Italien bei einer Auktion problemlos seine Anleihen in vollem Umfang an den Mann – wie gewünscht. Das half auch dem Euro nach oben, hat sich dadurch doch die Furcht vor einer Zahlungsunfähigkeit einzelner europäischer Staaten verringert.
Unterstützung bei 1,2170 USD beachten
Doch es wird nicht mehr lange dauern, bis Ankündigungen allein nicht mehr reichen. Vermutlich werden schon im September die Märkte darauf drängen, dass Spanien und Italien tatsächlich über EFSF und ESM Hilfe anfordern. Davor zucken sie noch zurück, denn die Hilfe wäre natürlich mit neuen Auflagen verbunden. Dennoch kann sich der Wechselkurs des Euros zum US-Dollar weiter erholen. Charttechnische Voraussetzung dafür ist, dass sich EUR/USD auch in nächster Zeit über der Unterstützung bei 1,2170 USD behauptet. Sollte der Wechselkurs den Widerstand bei 1,2440 USD überwinden, dann wird sich der Anstieg bis in den Bereich von 1,2650/1,2700 USD fortsetzen.
Dr. Detlef Rettinger ist Chef-Redakteur von Deutschlands einzigem reinen Devisen-Börsenbrief mit Musterdepot, dem Devisen-Trader. Der promovierte Volkswirt besitzt langjährige Erfahrung in der Analyse des Devisenmarktes und im Handel mit Derivaten. Weitere Infos: www.devisen-trader.de. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.
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