Bitcoin wieder über 80.000-Dollar-Marke - Experten halten Ziel von 100.000 Dollar für zu niedrig
Nach der Bitcoin-Hausse im August gibt es neue Chancen für Krypto-Investoren. Milliarden fließen zurück in BTC.
Werte in diesem Artikel
- Bitcoin ist im August 2026 zeitweise wieder über 80.000 US-Dollar gestiegen.
- Der US-Senat stimmt am 15. September über den Clarity Act ab.
- Standard Chartered hält ihr Ziel von 100.000 US-Dollar für womöglich zu niedrig.
Bitcoin hat im August 2026 das Comeback geschafft, auf das Krypto-Anleger seit Monaten gewartet haben: Am 25. August kletterte die größte Kryptowährung zeitweise bis auf gut 81.200 US-Dollar, nachdem sie Mitte August noch um 64.000 US-Dollar notiert hatte. Aktuell steht der Kurs bei CoinMarketCap bei 77.745 US-Dollar. Ob aus der Erholung mehr wird, entscheidet sich womöglich schon am 15. September: Dann stimmt der US-Senat über den Clarity Act ab, das wichtigste Kryptogesetz seit Jahren.
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Milliarden fließen zurück in Bitcoin
Der Funke kam aus Washington. Am 19. August 2026 kündigte das US-Finanzministerium an, seine Rückkäufe langlaufender Staatsanleihen mindestens zu verdoppeln. Bitcoin, an diesem Tag noch um 64.000 US-Dollar gehandelt, legte daraufhin binnen drei Tagen mehr als 20 Prozent zu, der stärkste Dreitagesgewinn seit 2023. Beschleunigt wurde die Bewegung durch einen Short Squeeze, in dessen Verlauf Short-Positionen im Volumen von mehr als vier Milliarden US-Dollar liquidiert wurden.
Zugleich kehren institutionelle Käufer zurück. Die 13 US-Spot-Bitcoin-ETFs sammelten rund um den Kurssprung binnen einer Woche netto 1,92 Milliarden US-Dollar ein, so viel wie in keiner Woche seit Anfang Oktober 2025. Allein am 20. August flossen den Fonds 606 Millionen US-Dollar zu, der höchste Tageswert seit mehr als drei Monaten.
Worüber der US-Senat am 15. September abstimmt
Der Clarity Act soll den jahrelangen Zuständigkeitsstreit zwischen der Börsenaufsicht SEC und der Terminmarktaufsicht CFTC beenden und erstmals einen bundesweiten Rechtsrahmen für digitale Vermögenswerte schaffen. Das Repräsentantenhaus hat das Gesetz bereits im Juli 2025 mit 294 zu 134 Stimmen verabschiedet, der Bankenausschuss des Senats folgte im Mai 2026 mit 15 zu 9 Stimmen. Am 8. August setzte Mehrheitsführer John Thune die entscheidende Verfahrensabstimmung für den 15. September an: Nur wenn 60 Senatoren zustimmen, geht der Entwurf in die Schlussberatung. Scheitert das Votum, gilt das Vorhaben für diese Legislaturperiode als faktisch erledigt.
Die Branche macht Druck, und zwar auf höchster Ebene. Mitte August 2026 lud US-Präsident Donald Trump die Spitzen der Industrie ins Weiße Haus: Coinbase-Chef Brian Armstrong, Ripple-CEO Brad Garlinghouse, Kraken-Co-CEO Arjun Sethi, Robinhood-Chef Vlad Tenev, Chainlink-Mitgründer Sergey Nazarov und a16z-Partner Chris Dixon saßen ebenso am Tisch wie Jeff Sprecher, CEO des NYSE-Mutterkonzerns IntercontinentalExchange Group, sowie SEC-Chef Paul Atkins und CFTC-Chef Michael Selig. Das erklärte Ziel: Der Kongress soll eine "faire Version" des Clarity Act verabschieden, um Rechtssicherheit zu schaffen und die Wettbewerbsfähigkeit der USA gerade gegenüber China zu stärken. Eine kleinere Runde um Armstrong, Dixon, Garlinghouse und Sethi hatte sich vorab mit Handelsminister Howard Lutnick getroffen.
Strittig bleiben vor allem Ethikklauseln, die Demokraten auch mit Blick auf die Krypto-Geschäfte der Trump-Familie verlangen, sowie Fragen des Anlegerschutzes. Das Analysehaus TD Cowen taxierte die Chance auf ein Inkrafttreten noch in diesem Herbst Ende August 2026 auf 25 Prozent, Prognosemärkte lagen mit rund 16 Prozent skeptischer.
Was für ein Engagement spricht
Für Anleger ist die Abstimmung mehr als Washingtoner Verfahrenskunde. Ein verabschiedeter Clarity Act würde die Grenze zwischen Wertpapieren und Rohstoffen erstmals gesetzlich ziehen, das Risiko einer Regulierung per Klagewelle senken und institutionellen Adressen den Einstieg erleichtern. Schon die Zulassung der Spot-ETFs im Januar 2024 hatte gezeigt, wie stark regulatorische Klarheit Kapital mobilisiert. Standard Chartered hält vor diesem Hintergrund sogar mehr für möglich: In einer Kundenmitteilung vom 21. August 2026, über die der Branchendienst Cointelegraph berichtete, bezeichnete Digital-Assets-Chefanalyst Geoff Kendrick das hauseigene Jahresendziel von 100.000 US-Dollar erstmals als womöglich zu niedrig und hielt einen Anlauf auf das Rekordhoch von rund 126.000 US-Dollar vom 6. Oktober 2025 bis Jahresende für denkbar.
Wer die These spielen will, muss nicht zwingend direkt in die Kryptowährung investieren. Neben börsengehandelten Bitcoin-Produkten hängen auch Aktien am Zyklus: Coinbase als größte US-Kryptobörse würde von einem klaren Rechtsrahmen unmittelbar profitieren, während Strategy mit seinen milliardenschweren Bitcoin-Beständen faktisch als gehebelte Wette auf den Kurs fungiert.
Der direkteste Weg bleibt freilich Bitcoin selbst. Über finanzen.net zero lässt sich die Kryptowährung ohne Ordergebühren (zzgl. Spreads) direkt handeln und per Sparplan besparen. Wer mit Hebel agieren will, findet bei CMC Markets Securities börsengehandelte Open End Turbos auf Bitcoin, notiert an der Börse Stuttgart im Segment Easy Euwax und börsentäglich von 8 bis 22 Uhr handelbar. Eine Auswahl mit gestaffelten Absicherungsniveaus:
| Richtung | WKN | Knock-out-Schwelle | Hebel | Profil |
|---|---|---|---|---|
| Long | CFN0C7 | 55.316,34 USD | 3,05 | defensiv |
| Long | CFN0JJ | 62.929,55 USD | 4,31 | moderat |
| Long | CFN0JP | 68.323,08 USD | 6,18 | offensiv |
| Short | CFN0JQ | 107.057,80 USD | 2,44 | defensiv |
| Short | CFN0LF | 93.006,81 USD | 4,55 | moderat |
| Short | CFN0JS | 89.215,17 USD | 5,52 | offensiv |
Stand: 1. September 2026. Knock-out-Schwellen und Hebel von Open End Turbos werden emittentenseitig fortlaufend angepasst.
Wichtig für Anleger: Berührt der Bitcoin-Kurs die Schwelle, verfällt das jeweilige Produkt weitgehend oder vollständig wertlos.
Zwei Risiken bleiben
Erstens das politische Risiko: Die 60-Stimmen-Hürde ist hoch, der Kalender eng. Zwischen der Rückkehr des Senats am 14. September und der Wahlkampfpause vor den Zwischenwahlen bleiben nur 14 Sitzungstage; scheitert die Verfahrensabstimmung, dürfte das Thema frühestens den nächsten Kongress beschäftigen. Zweitens das marktinterne Risiko: Kendrick selbst führt den Kursschub zu einem großen Teil auf Zwangseindeckungen zurück, also auf technischen Kaufzwang statt auf breite Nachfrage. Wie schnell die Stimmung kippen kann, hat das laufende Jahr gezeigt: Vom Rekordhoch bei rund 126.000 US-Dollar im Oktober 2025 ging es bis Mitte August 2026 auf etwa 64.000 US-Dollar nach unten, fast eine Halbierung.
Der nächste belastbare Datenpunkt ist der 15. September: Um 14:15 Uhr Ortszeit ruft der Senat die Verfahrensabstimmung zum Clarity Act auf. Kommen 60 Stimmen zusammen, beginnt die Schlussberatung über das Gesetz; bleibt die Mehrheit aus, verschiebt sich die Hoffnung auf regulatorische Klarheit auf unbestimmte Zeit.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Kryptowährungen unterliegen starken Kursschwankungen, Verluste bis hin zum Totalverlust sind möglich. Bei Hebelprodukten erleiden im Durchschnitt 7 von 10 Kleinanlegern Verluste.
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Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen
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