Darum verliert der Euro zum US-Dollar an Boden
Der Kurs des Euro ist am Mittwoch im US-Handel unter Druck geblieben.
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Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung Euro 1,1708 Dollar. Im frühen europäischen Geschäft hatte sie noch etwas höher notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1715 (Dienstag: 1,1738) Dollar fest.
"Der Euro kann angesichts der erhöhten Verunsicherung im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt keine Dynamik nach oben mehr entwickeln", kommentierten Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Nach wie vor gibt es keine Fortschritte bei den Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs. Die für den Welthandel wichtige Straße von Hormus bleibt weiter faktisch geschlossen.
Die Aussicht auf eine höhere Inflation und die damit verbundene Spekulation auf eine Zinserhöhung haben dem Euro zuletzt keinen Auftrieb gegeben. Bundesbankpräsident Joachim Nagel warnte vor einer steigenden Inflation und stellte eine schnelle Zinserhöhung durch die EZB auf der nächsten Zinssitzung im Juni in Aussicht. "Wir können die hohen Energiepreise nicht ausblenden", sagte Nagel dem "Handelsblatt". "Zinserhöhungen werden immer wahrscheinlicher, wenn sich das Inflationsbild nicht grundsätzlich ändert."
Auch in den USA wachsen die Inflationsgefahren. So sind die Erzeugerpreise im April deutlich stärker gestiegen als von Volkswirten erwarten. Die Erzeugerpreise beeinflussen tendenziell die Verbraucherpreise, an denen die US-Notenbank Fed ihre Geldpolitik ausrichtet. Die Wahrscheinlichkeit für eine Leitzinssenkung in den Vereinigten Staaten sinkt angesichts der Folgen des Energiepreisanstiegs.
/la/he
NEW YORK (dpa-AFX)
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