Warum der Eurokurs zum US-Dollar leicht nachgibt
Der Kurs des Euro ist am Dienstag gesunken.
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Am Nachmittag kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1602 US-Dollar. Am Morgen hatte sie noch ein wenig höher notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1590 (Montag: 1,1596) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8628 (0,8623) Euro.
Die jüngste militärische Eskalation im Nahen Osten mit gegenseitigen Angriffen der USA und des Iran sorgt generell für mehr Unsicherheit an den Finanzmärkten. Inflationserwartungen werden angeheizt. Die Wahrscheinlichkeit für eine baldige Leitzinserhöhung durch die US-Notenbank steigt. In der Eurozone gilt eine Zinserhöhung in der kommenden Woche als ausgemacht.
Diese Erwartungen wurden durch die Inflationszahlen für die Eurozone im August bestätigt. Die Jahresinflationsrate stieg von 2,9 Prozent im Vormonat auf 3,3 Prozent. Die EZB strebt mittelfristig eine Jahresteuerung von zwei Prozent an. Im August hat sich der Anstieg der Energiepreise erneut beschleunigt. Hier meldet Eurostat ein Plus von 14,3 Prozent im Jahresvergleich.
An den Finanzmärkten wird erwartet, dass die EZB auf ihrer kommenden Sitzung den Leitzins anheben wird. "Für die EZB dürfte der Befund ausreichen, um im September einen weiteren Zinsschritt nach oben zu gehen", kommentierte Stephanie Schoenwald, Ökonomin bei der Förderbank KfW. Eine Notwendigkeit für darüber hinausgehende Zinserhöhungen sehe sie dagegen nicht, solange die Energiepreise der maßgebliche Treiber der Inflation blieben.
Etwas schwächer als erwartet ausgefallene US-Industriedaten bewegten den Dollar kaum. Die Stimmung in der US-Industrie hat sich im August unerwartet deutlich eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex ISM signalisiert jedoch weiterhin ein robustes Wirtschaftswachstum.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85655 (0,85648) britische Pfund, 185,63 (185,22) japanische Yen und 0,9394 (0,9376) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete 4.365 Dollar. Das waren rund 72 Dollar weniger als am Vortag.
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FRANKFURT (dpa-AFX)
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