Digitalwährung

EZB-Direktor Fabio Panetta: Digitaler Euro frühestens ab 2026 möglich


EZB-Direktor Fabio Panetta: Digitaler Euro frühestens ab 2026 möglich

Die Europäische Zentralbank (EZB) könnte nach Aussage von EZB-Direktor Fabio Panetta einen digitalen Euro frühestens 2026 emittieren - falls sie im Oktober eine positive Grundsatzentscheidung fällt und die europäischen Gesetzgeber zustimmen.

Werte in diesem Artikel
Devisen

0.13 EUR 0.00 EUR 0.21 %

7.73 CNY -0.02 CNY -0.21 %

0.86 GBP 0.00 GBP 0.17 %

9.05 HKD -0.01 HKD -0.11 %

178.89 JPY -0.09 JPY -0.05 %

1.15 USD 0.00 USD -0.07 %

1.17 EUR 0.00 EUR -0.18 %

0.01 EUR 0.00 EUR 0.04 %

0.87 EUR 0.00 EUR 0.05 %

"Wir stehen in regelmäßigem Kontakt mit der Europäischen Kommission, die im Juni einen Gesetzesvorschlag vorlegen wird", sagte Panetta der Zeitung Les Echo. Dieser werde den rechtlichen Rahmen für den digitalen Euro bilden. "Im Oktober wird der EZB-Rat dann entscheiden, ob eine Vorbereitungsphase zur Entwicklung und Erprobung des digitalen Euro eingeleitet werden soll."

Diese Phase könnte Panetta zufolge zwei oder drei Jahre dauern. "Wenn der EZB-Rat und die europäischen Gesetzgeber - die Mitgliedstaaten und die Mitglieder des Europäischen Parlaments - zustimmen, könnten wir den digitalen Euro in drei oder vier Jahren einführen", sagte er.

Panetta bekräftigte, dass die EZB einen digitalen Euro emittieren, aber nicht verteilen würde. "Wir haben keine Erfahrung im Umgang mit Kunden, und es wäre für uns nicht sinnvoll, in dieses Geschäft einzusteigen. Und wir sind nicht darauf aus, einen großen Marktanteil zu gewinnen. Wir wollen überall präsent sein, aber nirgends eine dominante Stellung einnehmen", versicherte er. Die Bereitstellung des digitalen Euro als Ergänzung zum Bargeld wäre eine natürliche Entwicklung in einer zunehmend digitalen Wirtschaft.

Der EZB-Direktor bekräftigte zudem, dass ein digitaler Euro nicht dazu gedacht sei, das Bargeld zu ersetzen. "Wir arbeiten an der Ausgabe einer neuen Serie von Hightech-Banknoten, um Fälschungen zu verhindern und die Umweltauswirkungen zu verringern. Wir werden den Bürgerinnen und Bürgern so lange Banknoten zur Verfügung stellen, wie die Nachfrage danach besteht", sagte er.

Von Hans Bentzien

FRANKFURT (Dow Jones)

Bildquellen: Patryk Kosmider / Shutterstock.com, iStock

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.