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Libra sorgt für Krypto-Hype


Libra sorgt für Krypto-Hype

Facebooks Ankündigung einer eigenen Kryptowährung sorgt nicht nur bei Zentralbanken für Aufruhr. Auch der Bitcoin-Kurs profitiert aktuell davon.

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von Benjamin Hanne, Euro am Sonntag

Facebook, das weltweit führende soziale Netzwerk mit rund 2,4 Milliarden aktiven Nutzern, plant die Einführung einer eigenen Kryptowährung für Anfang 2020. Diese Ankündigung löste starke Ausschläge beim Bitcoin-Kurs aus. Zeitweise erreichte dieser mit 13.800 US-Dollar den höchsten Stand seit Anfang Dezember 2017, ehe es danach wieder bergab ging. Trotz der Schwankungen hat der Kurs binnen eines Monats um über 30 Prozent zugelegt.

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Dabei ist Libra, so der Pro­jektname für Facebooks digitale Währung, mit Bitcoin kaum zu vergleichen. Libra wird von Face­book als ein sogenannter Stable-Coin aufgebaut. Er ist zwar wie der Bitcoin eine auf der Blockchain beruhende Krypto­währung. Doch im Gegensatz zum Bitcoin, dessen Wert sich wie bei Rohstoffen an der monetären Nachfrage bemisst, wird Libra an einen Korb bekannter Währungen wie Euro, US-Dollar und Yen sowie kurz laufender Staatsanleihen gebunden sein, um weniger extremen Schwankungen zu unterliegen. Zudem ist Libra im Gegensatz zum Bitcoin nicht dezentral, sondern wird von Facebook und seinen Partnern gesteuert.

Libra mit wichtigen Partnern


Für die Entwicklung konnte sich Facebook mehrere namhafte Investoren und Unterstützer wie Paypal, Visa, Mastercard, Uber und Lyft sichern, die alle über diese Kooperation in den Kryptomarkt einsteigen wollen.

Facebook erklärt als Motivation für die Libra-Einführung, 1,7 Milliarden Menschen Zugang zu Zahlungen zu ermöglichen, die weder über ein Bankkonto noch über eine Kreditkarte ­verfügen. So soll Libra einfach über den Facebook-Messenger, Whatsapp oder Instagram weltweit zwischen Usern wie eine SMS schnell, direkt und günstig versendet werden können. Doch es gibt auch Pläne, die digitale Währung für Onlinekäufe auf der Plattform zu nutzen. Denn Facebook versucht schon seit Längerem in den wichtigen Markt des Zahlungsverkehrs vorzudringen, auf dem sich bereits Tech-Konzerne wie Amazon, Apple und Google oder WeChat und Tencent etabliert haben.

Und mit Libra könnte Facebook gelingen, woran sich viele im Kryptouniversum bereits versucht haben: an einer nutzerfreundlichen Kryptowährung, die für tägliche Einkäufe genutzt werden kann. Diese mögliche einfache Anwendbarkeit Libras dürfte auch dem Bitcoin-Kurs Rückenwind gegeben haben.

Mit seinen Milliarden potenzieller Nutzer könnte Libra zudem zum größten Währungsraum der Welt und somit zu ­einer gewichtigen Konkurrenz zum Zentralbankgeld heranwachsen. Weiterhin könnte Face­book zu einem der größten Vermögensverwalter der Welt und damit systemrelevant werden, warnte Joachim Wuermeling, Mitglied im Vorstand der Deutschen Bundesbank.


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Bildquellen: 1000 Words / Shutterstock.com, dolphfyn / Shutterstock.com

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27.08.26 Meta Platforms (ex Facebook) Buy Goldman Sachs Group Inc.
03.08.26 Meta Platforms (ex Facebook) Buy Jefferies & Company Inc.
30.07.26 Meta Platforms (ex Facebook) Kaufen DZ BANK
30.07.26 Meta Platforms (ex Facebook) Buy UBS AG
30.07.26 Meta Platforms (ex Facebook) Outperform RBC Capital Markets

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