Geldpolitik im Fokus

Darum erholt sich der Euro etwas

19.04.22 16:55 Uhr

Darum erholt sich der Euro etwas | finanzen.net

Der Euro hat am Dienstag etwas zugelegt.

Werte in diesem Artikel
Devisen

0,1286 EUR -0,0008 EUR -0,58%

7,7685 CNY 0,0391 CNY 0,51%

0,8559 GBP -0,0009 GBP -0,11%

8,9734 HKD 0,0449 HKD 0,50%

184,2525 JPY -0,7175 JPY -0,39%

1,1441 USD 0,0060 USD 0,53%

1,1681 EUR 0,0014 EUR 0,12%

0,0054 EUR 0,0000 EUR 0,40%

0,8742 EUR -0,0047 EUR -0,53%

Zuletzt notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,0801 US-Dollar. Das war etwas mehr als im frühen Handel. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0803 (Donnerstag: 1,0878) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9257 (0,9193) Euro.

Der Handel verlief in vergleichsweise ruhigen Bahnen. Konjunkturdaten aus der ersten Reihe wurden nicht veröffentlicht. Im Fokus stehen am Devisenmarkt derzeit die unterschiedlichen Reaktionen der EZB und der US-Notenbank Fed auf die hohe Inflation. Während die EZB nur zögerlich aus ihrer lockeren Geldpolitik aussteigt, hat die Fed ihren Zinssatz bereits im März erstmals in der Pandemie angehoben und eine Reihe von weiteren Erhöhungen in Aussicht gestellt.

Am Montag hatte der Präsident der US-Notenbank von St. Louis, James Bullard, nachgelegt. Er schloss sogar einen ungewöhnlich hohen Zinsschritt von 0,75 Prozentpunkten nicht aus, auch wenn dies nicht sein Basisszenario sei. Höhere Zinsen machen eine Währung für Anleger attraktiver. Der Euro geriet daher am Montag unter Druck. Er erholte sich am Dienstag aber wieder.

Derweil reagierte der japanische Yen stärker als der Euro auf die Äußerungen Bullards. Die japanische Währung beschleunigte ihre Talfahrt zum US-Dollar und fiel auf einen weiteren 20-jährigen Tiefstand. Im Gegensatz zur Fed will die japanische Zentralbank an ihrer extrem lockeren Geldpolitik festhalten. Allerdings ist die Inflation in Japan auch deutlich schwächer als in den Vereinigten Staaten.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,82955 (0,82908) britische Pfund, 138,40 (136,32) japanische Yen und 1,0208 (1,0189) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold kostete am Nachmittag in London 1960 Dollar. Das waren 19 Dollar weniger als am Donnerstag. Am Freitag und Montag wurde feiertagsbedingt nicht gehandelt.

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FRANKFURT (dpa-AFX)

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