Konjunktur im Fokus

Nach ZEW-Bericht. Deshalb gibt der Euro nach und hält sich nur knapp über seinem 15-Monatstief


Nach ZEW-Bericht. Deshalb gibt der Euro nach und hält sich nur knapp über seinem 15-Monatstief

Der Kurs des Euro ist am Dienstag gefallen.

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Die Gemeinschaftswährung Euro rutschte am Nachmittag bis auf 1,1533 US-Dollar und hielt sich damit nur knapp über dem 15-Monatstief, das in der vergangenen Woche bei 1,1529 Dollar erreicht worden war. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1555 (Montag: 1,1574) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8654 (0,8640) Euro.

Während in den USA einem ersten Schritt heraus aus der extrem lockeren Geldpolitik der Notenbank kaum mehr etwas im Wege steht, gibt es in der Eurozone weiterhin keine Hinweise auf eine Eindämmung der Geldflut. In der Region ist die Inflation zwar zuletzt deutlich gestiegen, in den Reihen der EZB aber löst die Preisentwicklung wenig Sorge aus und es wird nach wie vor von einem zeitlich begrenzten Anstieg der Teuerung ausgegangen.

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Das französische Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank, Francois Villeroy de Galhau, hat sich zuletzt für eine Beibehaltung von flexiblen Anleihekäufen ausgesprochen und damit wenig Bereitschaft zur Abkehr von der lockeren Geldpolitik signalisiert. Konkret schlug der französische Notenbanker vor, an bestimmten Elementen des PEPP-Anleihekaufprogramms auch nach dem Ende der Krisenmaßnahme festzuhalten.

Das PEPP-Programm zur Abmilderung wirtschaftlicher Folgen der Corona-Krise hat eine Laufzeit bis März 2022 und umfasst den Kauf von Wertpapieren. Im Vergleich zum allgemeinen Kaufprogramm der Notenbank APP sind die Vorgaben beim PEPP-Notprogramm flexibler geregelt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84755 (0,84878) britische Pfund, 131,06 (130,70) japanische Yen und 1,0729 (1,0722) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1767 Dollar gehandelt. Das waren rund 13 Dollar mehr als am Vortag.

/jkr/la/he

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: vetkit / Shutterstock.com, Aaron Amat / Shutterstock.com

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