Kryptomarkt

Bitcoin gibt nach FOMC-Vorabend: Liquidationen und NY-Regulierungsdruck drücken BTC unter 64.000 Dollar


Bitcoin gibt nach FOMC-Vorabend: Liquidationen und NY-Regulierungsdruck drücken BTC unter 64.000 Dollar

Trotz des Ölpreisrückgangs nach der Iran-Entspannung gibt Bitcoin am Nachmittag auf 63.566 Dollar nach - Liquidationen von über 54 Millionen Dollar und neue Regulierungsforderungen der New Yorker Generalstaatsanwältin belasten, während Ethereum auf den höchsten Stand seit zwei Monaten steigt.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bitcoin fiel am Nachmittag des 28. Juli 2026 auf rund 63.566 US-Dollar, ein Minus von rund 2,8 Prozent gegenüber dem Vortag, nachdem Liquidationen von über 54 Millionen US-Dollar den Markt belasteten.
  • Ethereum stieg dagegen auf rund 1.968 US-Dollar - ein Plus von rund 4,5 Prozent und der höchste Stand seit zwei Monaten - und zeigte damit eine klare Rotation weg von Bitcoin in Richtung Altcoins.
  • New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James forderte am 28. Juli strengere Bundesregulierung der Krypto-Branche - ein neuer politischer Druckpunkt genau 24 Stunden vor der Fed-Zinsentscheidung.

Der Kryptomarkt hat am Nachmittag des 28. Juli 2026 trotz günstiger Ölpreisvorzeichen nachgegeben. Bitcoin fiel auf rund 63.566 US-Dollar, ein Rückgang von rund 2,8 Prozent gegenüber dem Vortag (laut InteractiveCrypto, 28. Juli 2026). Auslöser waren Liquidationen von mehr als 54 Millionen US-Dollar in Bitcoin-Positionen, die sich in der Nähe des Widerstands bei 65.000 US-Dollar aufgebaut hatten. Der Fear-and-Greed-Index notierte weiterhin bei 27 Punkten - tief im Bereich "Fear" und typisch für einen Markt, der zwölf Stunden vor einer Fed-Entscheidung keine neuen Positionen aufbaut (laut Changelly, 28. Juli 2026).

Ethereum auf 2-Monats-Hoch: Klare Rotation sichtbar

Ethereum zeigte sich am Nachmittag des 28. Juli 2026 als stärkstes Large-Cap-Asset mit einem Anstieg auf rund 1.968 US-Dollar, ein Plus von rund 4,5 Prozent gegenüber dem Vortag und der höchste Stand seit zwei Monaten (laut InteractiveCrypto, 28. Juli 2026). Die Divergenz zwischen Bitcoin und Ethereum deutet auf eine Rotation von Anlegergeldern in Altcoins und DeFi-Projekte hin, die kurzfristig zu einer relativen Stärke des Altcoin-Sektors gegenüber Bitcoin führt. Ethereum-Spot-ETFs zeigten dabei anhaltende Zuflüsse, gestützt durch Erwartungen einer bevorstehenden Produkteinführung durch Morgan Stanley. Das institutionelle Bild für Bitcoin war dagegen zweigeteilt: Zwar verzeichneten Bitcoin-Spot-ETFs in der vergangenen Woche per saldo einen Nettozufluss von 33 Millionen US-Dollar - doch allein am 24. Juli flossen 240 Millionen US-Dollar ab, überwiegend aus BlackRocks iShares Bitcoin Trust.

NY-Generalstaatsanwältin fordert härtere Bundesregulierung

Ein neuer regulatorischer Druckpunkt kam am 28. Juli 2026 aus New York: Generalstaatsanwältin Letitia James forderte öffentlich eine strengere Bundesregulierung der Krypto-Branche und erhöhte damit kurz vor der Fed-Entscheidung den politischen Druck auf den Sektor. Starke Liquidationen von über 54 Millionen US-Dollar und regulatorische Forderungen dämpften die Stimmung trotz der technischen Kaufsignale, die das Ethereum-Hoch bei 1.968 US-Dollar erzeugte. Parallel belastete die am 26. Juli bekannt gewordene Insolvenz von Poolin - einem der größten Bitcoin-Mining-Anbieter weltweit, der Vermögenswerte von mindestens 52 Millionen US-Dollar liquidieren muss - das Mining-Segment des Marktes mit latentem Verkaufsdruck (laut BTC-ECHO, 26. Juli 2026).

Solana stabil, FOMC morgen als Richtungsentscheider

Solana notierte bei rund 76,28 US-Dollar, nahezu unverändert gegenüber dem Vortag (laut eToro, 28. Juli 2026). Der 200-Tage-Durchschnitt von Solana stieg seit dem 22. Juli 2026 weiter an - ein langfristig positives technisches Signal, das kurzfristiger Abwärtsdruck bisher nicht gebrochen hat. Morgen um 20:00 Uhr MESZ gibt die Fed ihre Zinsentscheidung bekannt, gefolgt von Warshs Pressekonferenz um 20:30 Uhr MESZ. Laut CME-FedWatch-Daten sehen Marktteilnehmer eine Wahrscheinlichkeit von 69,5 Prozent für eine unveränderte Zielspanne und 30,5 Prozent für eine Erhöhung um 25 Basispunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent. Für Bitcoin bleibt die entscheidende Frage dieselbe wie seit Wochen: Gibt Warsh einen Hinweis darauf, dass die schwachen NFP-Daten vom 2. Juli und der niedrige CPI vom 14. Juli die hawkische Mehrheit im FOMC aufgebrochen haben - oder bekräftigt er, dass der Inflationskampf noch nicht gewonnen ist?

Dominik Teichgräber, Redaktion TraderFox (finanzen.net).

Risikohinweis: Kryptowährungen sind hochvolatil und unterliegen besonderen Risiken bis hin zum Totalverlust. Ein Teil der Handelsplätze ist nicht oder nur teilweise reguliert. Dieser Artikel ist eine journalistische Einordnung und stellt keine Anlageberatung dar.

Anzeige: Bitcoin, Ethereum und Solana jetzt provisionsfrei handeln bei finanzen.net zero (zzgl. Spreads).

Bildquellen: pakie / Shutterstock.com, Aleksandra Sova / Shutterstock.com

Werbung