Nach US-Arbeitsmarktdaten

Darum steigt der Euro wieder über die Parität zum Dollar


Darum steigt der Euro wieder über die Parität zum Dollar

Der Euro hat am Freitag zugelegt und ist wieder über die Parität zum Dollar gestiegen.

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Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung Euro 1,0015 US-Dollar. In der Nacht hatte sie über einen halben Cent niedriger notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 0,9993 (Donnerstag: 1,0004) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 1,0007 (0,9996) Euro.

Die Gemeinschaftswährung profitierte etwas von der sehr freundlichen Stimmung an den europäischen Aktienmärkten. Der Dollar als sichere Alternative war weniger gefragt. Auch andere als sicher geltende Währungen wie der Schweizer Franken oder der japanische Yen gerieten unter Druck.

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Zudem deutet der anhaltend hohe Preisdruck in der Eurozone auf weitere Leitzinserhöhungen durch die EZB hin. Der Anstieg der Erzeugerpreise hat sich im Juli nach einer Pause wieder verstärkt. Mit einem Anstieg von 37,9 Prozent im Jahresvergleich wurde der höchste Zuwachs seit Einführung des Euro als Buchgeld erreicht. Die Entwicklung schlägt in der Regel mit etwas Zeitverzug teilweise auf die Verbraucherpreise durch, an denen die Europäische Zentralbank ihre Geldpolitik ausrichtet. An den Märkten wird zunehmend damit gerechnet, dass die Notenbank am kommenden Donnerstag eine große Zinserhöhung um 0,75 Prozentpunkte vollzieht. Dies würde den Euro für Anleger attraktiver machen.

Die mit großer Spannung erwarteten Arbeitsmarktdaten aus den USA gaben dem Markt keine neue Richtung. So ist die Arbeitslosenquote zwar von niedrigem Niveau aus etwas gestiegen. Insgesamt zeigt sich der Arbeitsmarkt aber weiter stark. "Der im Vergleich zum Vormonat schwächere Arbeitsplatzaufbau ist nicht einer nachlassenden Nachfrage vonseiten der Unternehmen zuzuschreiben, sondern ist den nur schwer verfügbaren Arbeitnehmern geschuldet", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt bei der VP Bank. Gitzel rechnet daher im September mit einer erneut deutlichen Leitzinsanhebung der US-Notenbank Fed um 0,75 Prozentpunkte.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86478 (0,86473) britische Pfund, 140,36 (139,34) japanische Yen und 0,9839 (0,9802) Schweizer Franken fest. Eine Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London zum Preis von 1716 Dollar gehandelt. Das waren rund 18 Dollar mehr als am Vortag.

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Vladimir Koletic / Shutterstock.com, Wara1982 / Shutterstock.com

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