Regulierung geplant

Regulierer wollen systemische Stablecoins genau überwachen


Regulierer wollen systemische Stablecoins genau überwachen

Das Committee on Payments and Market Infrastructures (CPMI) und die International Organization of Securities Commissions (IOSCO) haben ihren Willen bekräftigt, sogenannte Stablecoins entsprechend ihrer systemischen Bedeutung zu regulieren.

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"Dieses Konsultationsdokument ist Ausdruck des Bekenntnisses der internationalen Aufsichtsbehörden, das Prinzip 'gleiches Risiko, gleiche Regulierung' zu gewährleisten, um potentielle Risiken zu identifizieren und die Entwicklung einer angemessenen Aufsicht zum Schutz der Finanzstabilität zu gewährleisten", schrieb CPMI-Vorsitzender Jon Cunliffe zur Veröffentlichung eines Konsultationsberichts.

Bekanntestes Beispiel eines Stablecoin ist die Facebook-Währung Diem. Sie soll an die wichtigste Währung der Welt, den US-Dollar, gekoppelt sein und könnte noch 2021 auf den Markt kommen. Sie stünde dann den 2,8 Milliarden Nutzern des Facebook-Netzwerks zur Verfügung.

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Der zur Konsultation gestellte Bericht legt dar, wie bestimmte Aspekte der international anerkannten Prinzipien für Finanzmarktinfrastrukturen (Principles for Financial Market Infrastructures - PFMI) auf innovative Merkmale der Stablecoins angewendet werden sollen. Dazu zählt beispielsweise der Einsatz von Abwicklungs-Assets, die weder Zentralbankgeld noch kommerzielles Geld sind und die deshalb mit besonderen Risiken verbunden sind.

Verwiesen wird zudem auf die Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Stablecoin-Funktionen, das Ausmaß der Dezentralisierung von Operationen und/oder der Beaufsichtigung sowie den möglicherweise starken Einsatz neuer Instrumente wie der Distributed Ledger Technology.

Das Aufkommen von Stablecoins ist einer der Gründe dafür, warum Zentralbanken weltweit die Emission digitaler Währungen erwägen. Die Europäische Zentralbank (EZB) will innerhalb der nächsten zwei Jahre darüber entscheiden, ob sie einen digitalen Euro herausbringen wird.

Von Hans Bentzien

FRANKFURT (Dow Jones)

Bildquellen: Alexander Yakimo / Shutterstock.com

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