Einige Länder, deren Regierungen sich eher gegen Kryptowährungen aussprechen, besteuern Bitcoin & Co. besonders hoch: So gilt etwa in den USA für Krypto-Investitionen, die weniger als ein Jahr gehalten werden, ein Steuersatz von 10 Prozent bis 37 Prozent - länger gehaltene Investitionen werden mit bis zu 20 Prozent besteuert. Andere Länder, wie etwa die Vereinigten Arabischen Emirate, Singapur, Malta oder Malaysia, hingegen sind für Krypto-Investoren besonders attraktiv. In diesem Ranking werden zehn dieser Länder vorgestellt. Stand des Rankings ist der 11. September 2025.
Olga Rogler, Dominik Maier, Redaktion finanzen.net
Während die meisten Geschäfte in vielen Ländern der Welt besteuert werden, sind Krypto-Investitionen in einigen Ländern steuerlich begünstigt - oder müssen sogar überhaupt nicht besteuert werden. In diesem Ranking werden in unbestimmter Reihenfolge zehn Länder mit besonders attraktiven steuerlichen Regelungen für Krypto-Geschäfte vorgestellt. Die Informationen stammen von den Plattformen Koinly und PB Services. Stand des Rankings ist der 11. September 2025.
Kryptowährungen gelten in Malaysia weder als Vermögenswerte noch als gesetzliches Zahlungsmittel. Für private, gelegentliche Investoren sind Krypto-Transaktionen daher nicht steuerpflichtig. Allerdings gibt es eine wichtige Einschränkung: Sobald die Handelsaktivitäten als professionell oder regelmäßig eingestuft werden, können Gewinne mit einem Einkommenssteuersatz von bis zu 30 Prozent besteuert werden.
Die Schweiz, bekannt als "Crypto Valley", erhebt keine Kapitalertragssteuer auf Kryptowährungen für private Investoren. Allerdings unterliegen Krypto-Bestände der Vermögenssteuer, deren Höhe vom jeweiligen Kanton abhängt und typischerweise zwischen 0,3 und 1 Prozent liegt. Mining und professioneller Handel werden als Einkommen besteuert.
Quelle: Koinly.io, Bild: Andrea Damm / pixelio.de
Platz 8: Malta
Malta, auch "Blockchain-Insel" genannt, bietet für langfristige Krypto-Investments als "Wertspeicher" keine Kapitalertragssteuer. Allerdings werden häufige Trades mit einem Unternehmenssteuersatz von bis zu 35 Prozent besteuert. Durch spezielle Strukturierungen im maltesischen Steuersystem können diese Sätze auf 0 bis 5 Prozent reduziert werden.
Quelle: Koinly.io, Bild: istock / Yuriy Kirsanov
Platz 7: Kaimaninseln
Die Kaimaninseln erheben keinerlei Einkommens-, Kapitalertrags- oder Körperschaftssteuer. Sowohl für Privatpersonen als auch Unternehmen sind alle Krypto-Aktivitäten vollständig steuerfrei.
Quelle: Koinly.io, Bild: Jo Ann Snover / Shutterstock.com
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Platz 6: Georgien
Georgien ist eines der attraktivsten Länder für Krypto-Investoren. Das georgische Finanzministerium stellt klar, dass Privatpersonen in Georgien von jeglicher Einkommenssteuer auf Gewinne aus dem Verkauf von Kryptowährungen befreit sind. Da Georgien Krypto nicht als "georgische Quelle" betrachtet - also nicht als geografisch gebundene Vermögenswerte - unterliegen sie auch nicht der Kapitalertragssteuer. Für Kryptowährungen, die innerhalb einer juristischen Person (z.B. einer LLC) gehalten werden, fällt eine relativ niedrige Körperschaftssteuer von 15 Prozent an.
Für US-Bürger besonders attraktiv: Kryptowährungen, die nach Etablierung des Wohnsitzes in Puerto Rico erworben wurden, sind vollständig von der Kapitalertragssteuer befreit. Wichtig: Vor dem Umzug erworbene Krypto unterliegt weiterhin den US-Steuergesetzen. Um die Vorteile zu nutzen, müssen strenge Residenzanforderungen erfüllt werden, einschließlich mindestens 183 Tage Aufenthalt pro Jahr.
Quelle: Koinly.io, Bild: a katz / Shutterstock.com
Platz 4: Singapur
Singapur erhebt keine Kapitalertragssteuer, sodass private Investoren beim Verkauf oder Handel von Kryptowährungen grundsätzlich steuerfrei bleiben. Ausnahmen bestehen für Unternehmen, die Krypto als Zahlung akzeptieren, oder wenn das Kerngeschäft der Krypto-Handel ist - in diesen Fällen fällt eine Einkommenssteuer von 17 Prozent an.
Quelle: Koinly.io, Bild: M. Hermsdorf / pixelio.de
Platz 3: Portugal
Seit 2023 werden Krypto-Gewinne aus Vermögenswerten, die weniger als 365 Tage gehalten wurden, mit 28 Prozent besteuert. Kryptowährungen, die länger als ein Jahr gehalten werden, bleiben weiterhin steuerfrei. Crypto-to-Crypto-Trades sind ebenfalls steuerfrei. Für professionelle Trader gelten Einkommenssteuersätze zwischen 14,5 und 53 Prozent.
Quelle: Koinly.io, Bild: cla78 / Shutterstock.com
Platz 2: Deutschland
Kryptowährungen gelten in Deutschland als Privatvermögen. Hält man eine Investition länger als ein Jahr, sind Gewinne unabhängig von der Höhe vollständig steuerfrei. Für Krypto-Investitionen unter einem Jahr gilt eine Freigrenze von 600 Euro - wird diese überschritten, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig. Einkünfte aus Mining und Staking werden als Einkommen besteuert.
Quelle: Koinly.io, Bild: Vladimir Wrangel / Shutterstock.com
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Platz 1: Vereinigte Arabische Emirate
In allen sieben Emiraten, einschließlich Dubai und Abu Dhabi, zahlen Privatpersonen keine Einkommens- oder Kapitalertragssteuer auf Kryptowährungen. Kaufen, Halten, Handeln, Staken und Mining für den persönlichen Gebrauch sind steuerfrei. Für Unternehmen gilt eine Körperschaftssteuer von 9 Prozent auf Gewinne über 375.000 AED.
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