Trotz EZB-Maßnahmen

Darum fällt der Euro auf den tiefsten Stand seit drei Jahren

19.03.20 20:50 Uhr

Darum fällt der Euro auf den tiefsten Stand seit drei Jahren | finanzen.net

Nach neuen Notmaßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) ist der Eurokurs am Donnerstag im US-Handel noch weiter abgerutscht.

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Devisen

0,1287 EUR -0,0007 EUR -0,56%

7,7734 CNY 0,0440 CNY 0,57%

0,8559 GBP -0,0010 GBP -0,12%

8,9765 HKD 0,0480 HKD 0,54%

184,3090 JPY -0,6610 JPY -0,36%

1,1445 USD 0,0064 USD 0,56%

1,1684 EUR 0,0017 EUR 0,14%

0,0054 EUR 0,0000 EUR 0,35%

0,8738 EUR -0,0050 EUR -0,57%

Im Tief war die Gemeinschaftswährung Euro bis auf 1,0655 US-Dollar gefallen. Sie kostete damit so wenig wie letztmalig vor etwa drei Jahren. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0801 (Mittwoch: 1,0934) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9258 (0,9146) Euro gekostet.

Das Geschehen an den Finanzmärkten bleibt trotz hoher Unterstützung vieler Regierungen und Notenbanken fragil. Ein neues Programm der EZB zum Kauf von Wertpapieren über 750 Milliarden Euro, das in der Nacht angekündigt wurde, hat zwar zu einer Entspannung an den Anleihemärkten von Italien und Griechenland beigetragen. Angesichts der außergewöhnlichen Schwere der drohenden Wirtschaftskrise in der Eurozone und weltweit bleibt die Lage am Devisenmarkt aber angespannt.

Der Einbruch beim Ifo-Geschäftsklima im März für Deutschland gab einen aktuellen Hinweis auf bevorstehende schwere Konjunkturkrise. Der wichtigste Frühindikator für die deutsche Wirtschaft fiel auf den tiefsten Stand seit August 2009. "Die deutsche Wirtschaft stürzt in die Rezession", kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest die Daten. Das Institut hält einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukt um sechs Prozent in diesem Jahr für möglich.

/jsl/he

FRANKFURT (dpa-AFX)

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