Trotz schlechtem Marktumfeld

Blockchain-basierter Zahlungsdienstleister Roxe plant Börsengang via SPAC


Blockchain-basierter Zahlungsdienstleister Roxe plant Börsengang via SPAC

Am Kryptowährungsmarkt geht es seit Wochen überwiegend bergab und auch der SPAC-Hype des vergangenen Jahres hat merklich nachgelassen. Dennoch plant ausgerechnet jetzt die Blockchain-Zahlungsfirma Roxe einen Börsengang an der NASDAQ per Fusion mit einer seit März gelisteten Mantelgesellschaft.

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• Roxe als Blockchain-basiertes, globales Zahlungsnetzwerk
• Roxe will über Fusion mit Mantelgesellschaft Goldenstone Acquisition an die Börse
• Zustimmung von Aktionären und Behörden steht noch aus

Bei Roxe handelt es sich um einen Blockchain-basierten Zahlungsanbieter, der laut eigenen Angaben die nächste Generation der Zahlungslösungen aufbauen will. Das 2019 gegründete Unternehmen habe es sich zur Aufgabe gemacht, ein globales Netzwerk aus Einzelpersonen, Banken, Zentralbanken, anderen Finanzinstituten, Unternehmen und Händlern aufzubauen, um Zahlungen über private Blockchain-Tokens zu ermöglichen, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Smart-Payment-Technologie von Roxe wähle dabei laut Unternehmensangaben automatisch den optimalen Weg für Zahlungen für jedes Unternehmen oder jede Person auf der ganzen Welt, sodass Zahlungs- und Überweisungsunternehmen, Banken, Zentralbanken und Verbraucher die Geschwindigkeits- und Kosteneinsparungsvorteile der Blockchain-Technologie nutzen könnten, ohne direkt mit Kryptowährungen handeln zu müssen. Aktuell habe das Unternehmen weltweit 40 Partner, sein multilateraler Zahlungskanal unterstütze sowohl Währungen als auch Geschenkkarten, Spielmünzen, Treueprämien, Aktien, Kryptowährungen und Digitales Zentralbankgeld (CBDC).

Roxe peilt trotz schwierigem Marktumfeld US-Börsengang an

Nun will Roxe den nächsten Schritt in seiner Entwicklung gehen und strebt ein Listing an der NASDAQ an. Als Weg dafür entschied man sich für eine Fusion mit der SPAC Goldenstone Acquisition. "Unsere Fusion mit Goldenstone wird unsere Fähigkeit erweitern, unser Wachstum zu beschleunigen und es Nutzern zu ermöglichen, Zahlungen, Finanztransaktionen und Wertaustausch auf der ganzen Welt zu optimieren", wird der Chief Business Officer von Roxe, Josh Li, in der Pressemitteilung zitiert. Er bezeichnete den Schritt zudem als "wichtigen Meilenstein für Roxe".

Dass aktuell zahlreiche Kryptofirmen mit Problemen zu kämpfen haben, das Marktumfeld generell nicht so rosig ist und auch die Zeit der SPACs ihren Höhepunkt bereits überschritten hat, scheint Roxe dabei offenbar nicht zu stören. Dabei verlieren Investoren laut der Nachrichtenagentur "Reuters" aufgrund enttäuschender Erträge zunehmend das Interesse an SPACs und strafen diese an der Börse ab.

Fusioniertes Unternehmen soll Milliarden wert sein

Die Mantelgesellschaft Goldenstone Acquisition, mit der Roxe fusionieren will, ist indes selbst erst im März 2022 an die Börse gegangen und hat dabei 57,5 Millionen US-Dollar eingesammelt. Dieser Betrag soll nach Abschluss der Transaktion in die Bilanz der dadurch entstandenen Roxe Holding Group eingebracht werden. Laut Pressemitteilung soll der Wert der kombinierten Unternehmen jedoch deutlich höher liegen, nämlich bei 3,6 Milliarden US-Dollar. Abgeschlossen sein dürfte der Deal laut Informationen von "Coindesk" im ersten Quartal 2023, vorher müssen noch die Goldenstone-Aktionäre sowie die Behörden der Fusion zustimmen. Zumindest der CEO von Goldenstone, Eddie Ni, zeigte sich aber bereits begeistert von dem bevorstehenden Zusammenschluss. "Roxe ist ein führendes Blockchain-basiertes offenes Zahlungsnetzwerk und wir glauben fest an die enorme Chance der Blockchain, Zahlungen umzugestalten, und wir denken, dass Roxe durch das Festhalten an einer [...] robusten Strategie zu einem Gewinner auf diesem Weg werden wird", sagte er laut Pressemitteilung.

Wie "Reuters" unter Berufung auf Insider berichtet, werden alle aktuellen Aktionäre von Roxe ihre Anteile behalten und sie vollständig in das fusionierte Unternehmen einbringen. Laut Pressemitteilung erhalten außerdem bestimmte Aktionäre durch eine Earn-Out-Klausel den Anspruch auf zusätzliche Aktien des fusionierten Unternehmens, wenn dessen Aktienkurs bestimmte, jedoch nicht näher definierte, Zielmarken erreicht. Ob der Börsengang via SPAC für Roxe allerdings tatsächlich erfolgreich wird, wird sich noch zeigen müssen. Immerhin könnte sich der Kryptomarkt bis zum Abschluss der Transaktion Anfang des kommenden Jahres wieder etwas beruhigt haben - oder auch völlig zusammengebrochen sein.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Dmitry Demidovich / Shutterstock.com, Alexander Yakimo / Shutterstock.com

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