Türkei besteuert bestimmte Devisentransaktionen


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ANKARA (dpa-AFX) - Die Türkei will erstmals seit langer Zeit wieder bestimmte Devisentransaktionen besteuern. Die Steuer soll 0,1 Prozent des zugrundeliegenden Währungsgeschäfts betragen, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Anweisung von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hervorgeht. Nicht betroffen von dem Schritt sind jedoch Geschäfte zwischen Banken und Kredittransaktionen.

Fachleute sehen in dem Schritt einen Versuch der Regierung, Geschäfte mit Fremdwährungen zu verteuern, um damit die Lira zu stützen. In den vergangenen Wochen war die türkische Währung wieder erheblich unter Druck geraten. Als Grund gelten politische Turbulenzen, allen voran die Entscheidung der nationalen Wahlbehörde, die Bürgermeisterwahl in der Metropole Istanbul zu wiederholen.

Im vergangenen Sommer war die Lira in eine Währungskrise mit starken Kurseinbrüchen geraten. Auslöser waren unter anderem politische Auseinandersetzungen mit den USA. Die Wirtschaft des Landes war in der zweiten Jahreshälfte 2018 in die Rezession gerutscht./bgf/jkr/jha/

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