US-Jobs im Blick

Starker US-Arbeitsmarktbericht: Wieso der Euro unter Druck gerät

06.08.21 20:41 Uhr

Starker US-Arbeitsmarktbericht: Wieso der Euro unter Druck gerät | finanzen.net

Der Euro ist am Freitag nach einem starken US-Arbeitsmarktbericht unter Druck geraten.

Werte in diesem Artikel
Devisen

0,1291 EUR -0,0003 EUR -0,23%

7,7484 CNY 0,0190 CNY 0,25%

0,8559 GBP -0,0010 GBP -0,12%

8,9461 HKD 0,0176 HKD 0,20%

184,1300 JPY -0,8400 JPY -0,45%

1,1406 USD 0,0025 USD 0,22%

1,1684 EUR 0,0017 EUR 0,15%

0,0054 EUR 0,0000 EUR 0,45%

0,8768 EUR -0,0020 EUR -0,23%

Die Gemeinschaftswährung Euro rutschte unter 1,18 US-Dollar. Im New Yorker Handel wurden zuletzt 1,1762 Dollar dafür bezahlt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1807 (Donnerstag: 1,1850) Dollar festgesetzt, der Dollar damit 0,8470 (0,8439) Euro gekostet.

Die US-Wirtschaft schuf im Juli soviel neue Arbeitsplätze wie seit fast einem Jahr nicht mehr. Der Beschäftigungsaufbau war zudem deutlich stärker als erwartet. Die Arbeitslosenquote sank auf den niedrigsten Stand seit März 2020. Damals wurden harte Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie eingeführt. Auch die Löhne stiegen im Juli stärker als erwartet.

Die neuen Daten dürften den Druck auf die US-Notenbank Fed erhöhen, aus ihrer lockeren Geldpolitik auszusteigen. "Den kräftigen jüngsten Anstieg der US-Inflationsrate kann man zwar vielen Faktoren mit lediglich temporärer Auswirkung zuschreiben", kommentierte Matthias Krieger, Volkswirt bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). "Sich verdichtende Hinweise auf eine Lohn-Preis-Spirale könnte die Fed hingegen kaum auf die leichte Schulter nehmen." Ein Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik würde tendenziell den Dollar stützen.

/jsl/la/he/ajx/he

NEW YORK (dpa-AFX)

Bildquellen: Thorsten Schmitt / Shutterstock.com