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Bernstein-Analysten: Polygon-Blockchain wird Web3-Gewinner

25.11.22 21:33 Uhr

Bernstein-Analysten: Polygon-Blockchain wird Web3-Gewinner | finanzen.net

Analysten von Bernstein Research halten Polygon für ein führendes Gateway für die Übertragung von Web2-Konsumenten auf Web3.

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• Nach Meta-Deal: Polygon steigt um rund 30 Prozent an
• Polygon erreicht nutzerlastige Marken wie Meta Platforms, Starbucks und Robinhood
• Von "potenziellen Kannibalisierung" der Ethereum-Blockchain zur komplementären Skalierungsplattform

Polygon-Meta-Partnerschaft

Vor kurzer Zeit stieg die Kryptowährung Polygon um rund 30 Prozent an, nachdem der Deal mit dem Tech-Unternehmen Meta Platforms bekannt wurde. Dabei geht es um eine Partnerschaft, bei der ein Toolkit eingeführt werden soll, das es Instagram-Nutzern ermöglicht, mit Polygon betriebene nicht-fungible Tokens (NFTs) zu prägen und zu verkaufen. Dies könnte eine durchaus profitable Partnerschaft für die Kryptowährung sein, da Meta mit seinen Plattformen Instagram, Facebook und WhatsApp über eine Basis von mehreren Milliarden Nutzern verfügt. Dies könnte die mögliche Akzeptanz von Polygon in Zukunft vorantreiben.

Das hat Polygon richtig gemacht

Wie CoinDesk in Berufung auf eine Analyse von Bernstein erklärt, hat sich die Polygon-Blockchain als führendes Gateway für die Übertragung von Web2-Konsumenten auf Web3 herausgestellt. Dabei soll das Polygon-Team vor allem zwei Dinge richtig gemacht haben. Zum einen hat es Talente von großen globalen Tech-Unternehmen wie Amazon, YouTube und Airbnb angeheuert. Zum anderen hat es seine "Business Development Muskeln" eingesetzt, um verbraucherlastige Marken wie zum Beispiel Meta Platforms, Starbucks, Reddit oder Robinhood zu erreichen. "Dies hat Polygon in die einzigartige Lage versetzt, die Web3-Anlaufstelle für Millionen von Nutzern zu sein", werden die Analysten Gautam Chhugani und Manas Agrawal zitiert. Wie Capital in Berufung auf Bernstein außerdem berichtet, verfüge Polygon bereits über eine Nutzerbasis von 170 Millionen Adressen, von denen etwa 300.000 als aktiv eingestuft werden und die täglich um ganze 80.000 Anwender wächst.

Zwei Kritikpunkte

Dennoch weist Bernstein auf zwei Kritikpunkte hin, die gegen die Blockchain aufgebracht werden können. Demnach sei seine aktuelle Proof-of-Stake-Kette keine langfristige Lösung, da es sich eigentlich um eine "Side Chain" handele. Außerdem habe sich "Polygon parasitär gegenüber Ethereum verhalten." Da Polygon als Ethereum VM (virtuelle Maschine)-kompatible Plattform entwickelt wurde, verwendet es die Standard-Ethereum-Sprache und -Tools und verwendet Ether als die Leitwährung auf der gesamten Plattform, erklären die Analysten weiter. Dennoch bewege sich Polygon von einer "potenziellen Kannibalisierung" der Ethereum-Blockchain zu einer komplementären Skalierungsplattform, die dem Ethereum-Ökosystem einen Mehrwert bringt. Somit werde "Polygons Erfolg zum Erfolg des Ethereum-Ökosystems."

E. Schmal / Redaktion finanzen.net

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