Bundesländer erhalten über 1,2 Milliarden aus EU-Aufbaufonds


Von Andreas Kißler

BERLIN (Dow Jones)--Zusätzliche EU-Hilfen für die Corona-Krisenbewältigung und die Unterstützung des digitalen und grünen Wandels der Wirtschaft können nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums jetzt vor Ort eingesetzt werden. Mit erfolgter Genehmigung der EU-Kommission sei der Aufbaufonds REACT-EU nun in allen 16 Bundesländern in Kraft, teilte das Ministerium in Berlin mit. "Die Europäische Union hat unter Beweis gestellt, dass sie unverzüglich auf Krisensituationen reagieren kann", sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU).

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Der Aufbaufonds REACT-EU soll die europäischen Regionen als Teil des Pakets "Next Generation EU" den Angaben zufolge bis zum Jahr 2023 mit insgesamt 50,6 Milliarden Euro bei der Krisenbewältigung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und bei der grünen und digitalen Transformation der Wirtschaft unterstützen. In Deutschland werden die Mittel über den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) umgesetzt. Insgesamt erhält Deutschland laut dem Ministerium 2,4 Milliarden Euro in zwei Jahrestranchen.

Die erste Tranche umfasst 1,2 Milliarden Euro für den EFRE und 700 Millionen Euro für den ESF. Die Mittel würden zur Krisenbewältigung und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Wirtschaft eingesetzt. Damit solle in den Regionen ein nachhaltiger und klimaschonender Wirtschaftsaufschwung ermöglicht werden. Beim EFRE liege in den Bundesländern ein Schwerpunkt auf zukunftsweisenden Investitionen in KMU und der Förderung von Start-ups.

Neben der Krisenbewältigung in Bereichen wie Gesundheitswirtschaft, Tourismus und Kultur werden demnach in Unternehmen auch Digitalisierungs- und Energieeffizienzmaßnahmen gefördert. Ein weiteres wichtiges Einsatzfeld ist den Angaben zufolge der Auf- und Ausbau von nachhaltigkeitsrelevanten und klimabezogenen Forschungs- und Innovationsinfrastrukturen an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Hierzu gehörten Forschungsfelder wie Grüner Wasserstoff, Brennstoffzellen, E-Mobilität, Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft.

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Kontakt zum Autor: andreas.kissler@wsj.com

DJG/ank/jhe

(END) Dow Jones Newswires

August 27, 2021 10:02 ET (14:02 GMT)

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