€uro-FondsNote: Die besten Fonds im September
Aktienfonds mit geringer Volatilität werden besser bewertet. Ein Fonds von Olgerd Eichler, der auf die Aktien von zyklischen Unternehmen setzt, wird dagegen abgestuft.
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von Ralf Ferken, Euro am Sonntag
Bei Société Générale hat Bruno Poulin bereits 2001 ein Team geleitet, das den ersten französischen ETF auf den CAC-40-Index auflegte. Vor acht Jahren gründete er mit Mitstreitern den ETF-Anbieter Ossiam. Gleich vier Minimum-Variance-ETFs bieten die Franzosen an. Der Ossiam ETF iStoxx Europe Minimium Variance wurde nun auf FondsNote 1 hochgestuft. Die global anlegende Variante trägt bereits Note 1, der Emerging-Markets- und der US-ETF haben Note 2.
"Mit der Minimium-Variance-Strategie wollen wir die Volatilität gegenüber traditionellen Indizes signifikant reduzieren, ohne das Ertragspotenzial deutlich zu beschneiden", so Ossiam-Chef Poulin. Vor allem in schwachen Marktphasen sollen die Verluste begrenzt werden. Dazu werden Aktien herausgefiltert, die historisch weniger schwankungsanfällig waren. Zudem wird darauf geachtet, dass die Aktien wenig korreliert sind, um die Schwankungen des Gesamtportfolios weiter zu reduzieren.
Mit dieser Strategie können Anleger ihr Rendite-Risiko-Profil verbessern. Ebendies belohnt die FondsNote, das hauseigene Rating von €uro am Sonntag, das monatlich aktualisiert wird. Auch aktive Fonds profitierten von ihrer niedrigen Volatilität, sodass sie auf Note 1 hochgestuft wurden. Das gilt für die globalen Aktienfonds Hellerich WM Sachwertaktien (siehe Investor-Info unten), Invesco Global Structured Equity und Nordea Global Stable Equity.
Höhere Schwankungen müssen Anleger dagegen beim MainFirst Top European Ideas verkraften, Manager Olgerd Eichler fiel etwas hinter den Vergleichsindex und andere Europa-Fonds zurück. Weil der Rendite-Risiko-Mix darunter litt, wurde der Fonds auf Note 4 abgestuft. Eichler meidet die "allseits beliebten stabilen Titel aus dem Konsum- oder Pharmabereich", da sie "wahnsinnig teuer" seien, und bevorzugt zyklische Unternehmen. "Im Gegensatz zur Mainstream-Meinung sehen wir hier erhebliches Kurssteigerungspotenzial", sagt Eichler.
Viele Titel etwa aus der Autobranche wiesen ein einstelliges Kurs-Gewinn-Verhältnis auf und seien damit im historischen Vergleich mindestens 20 bis 30 Prozent unterbewertet. Dieser Abschlag wäre nur gerechtfertigt, wenn sich die Wirtschaft in einer Rezession befände. "Aber das zeigen die jüngsten Quartalsergebnisse in keinster Wiese", sagt Eichler.
Neu aufgenommen
Erstmals bewertet wurden in diesem Monat einige Dividendenfonds. Mit Note 2 schnitten der Deutsche Invest Asian Top Dividend und der FvS Dividend dabei vergleichsweise gut ab. Mit Note 3 müssen sich dagegen der DB Platinum CROCI Global Dividend sowie der Deutsche Invest European Top Dividend begnügen.Investor-Info
Hellerich WM Sachwertaktien
Stabile Sache
Sachwertaktien sind für Fondsmanagerin Nina Kordes Titel von Firmen, deren Produkte jederzeit, auch im konjunkturellen Abschwung, nachgefragt werden. Sie sucht weltweit, rund 50 Titel wählt sie aus. Aus der Nahrungsmittelbranche sind gut 40 Prozent; größte Positionen sind der spanische Lebensmittelkonzern Ebro, der US-Konsumgüterriese Johnson & Johnson und die Schweizer Nestlé. Bei vergleichsweise geringem Risiko gab es binnen fünf Jahren eine Rendite von 14 Prozent per annum.
Fondak A
Gewaltige Geschichte
Am 30. Oktober feiert der älteste in Deutschland aufgelegte Aktienfonds den 66. Geburtstag - da fängt ja bekanntlich das Leben erst an. Manager Ralf Walter lenkt den Fonds seit rund vier Jahren. Der Schwerpunkt liegt auf DAX-Titeln; größte Positionen sind SAP, Allianz und Bayer. Binnen fünf Jahren gab es circa 13 Prozent Rendite per annum, seit 1950 eine jährliche Rendite von zehn Prozent. Solider, unspektakulärer Fonds für deutsche Aktien, der sich ähnlich wie der DAX entwickelt.
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