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15.07.26 14:01 Uhr

Erfolgreiches erstes Halbjahr für den Deutschlandfonds: Erste

Finanzierungen getätigt, neue Bausteine vor dem Start

Frankfurt am Main (ots) -

- Der Rohstofffonds ist mit zwei Beteiligungen bereits erfolgreich gestartet. Es

ist beabsichtigt, die Mittel für Rohstoffprojekte zur Gewinnung, Verarbeitung

und zum Recycling von kritischen Rohstoffen auf insgesamt 1,5 Milliarden Euro

aufzustocken.

- Für die Zielgruppe der Start-ups und Scale-ups sowie den breiten Mittelstand

stellen Bund und KfW in den nächsten zehn Jahren insgesamt weitere 1,5

Milliarden Euro bereit. Dies beinhaltet auch die Aufstockung und Verstetigung

des Zukunftsfonds.

- Konkrete Finanzierungen in den Zielgruppen Industrie und Mittelstand,

Energieunternehmen sowie Start-ups und Scale-ups sind erfolgt, weitere

Bausteine stehen vor dem Start.

Der im Dezember 2025 gestartete Deutschlandfonds ist erfolgreich angelaufen. Der

Deutschlandfonds wurde geschaffen, um privates Kapital für Zukunftsinvestitionen

zu mobilisieren und so die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu

steigern. Private Investitionen sind ein Schlüsselfaktor für mehr Wachstum in

Deutschland. Der Deutschlandfonds zielt darauf ab, dass privates Kapital dorthin

fließt, wo Innovationen entstehen und Wachstum möglich wird. Dafür adressiert er

mit verschiedenen Instrumenten gezielt die Bedarfe von Industrie, Mittelstand

und jungen Unternehmen, Start-ups und Scale-ups sowie

Energieversorgungsunternehmen.

Der Deutschlandfonds als wichtige Maßnahme der Bundesregierung zur Mobilisierung

privaten Kapitals hat in den ersten sechs Monaten erste Finanzierungen

erfolgreich angestoßen und so mithilfe staatlicher Anreize konkrete private

Investitionen in wichtigen Zukunftsfeldern ermöglicht. Weitere Projekte und

Bausteine stehen vor dem Start. Für die Zielgruppe Start-ups und Scale-ups sowie

den breiten Mittelstand stellen Bund und KfW in den nächsten zehn Jahren

insgesamt weitere 1,5 Milliarden Euro bereit.

Der Rohstofffonds, als ein Baustein des Deutschlandfonds, hat für zwei

Rohstoffvorhaben zur Gewinnung von Seltenen Erden und Lithium

Investitionsentscheidungen getroffen. Darüber hinaus wurden unter dem

Deutschlandfonds Beteiligungen an deutschen Technologie-Start-ups erworben. Das

Modul zu Verbriefungen zur Verbesserung der Kreditversorgung des Mittelstands

ist ebenfalls angelaufen; erste Avalfinanzierungen für die Produktion von

Transformationstechnologien sind zeitnah geplant. Weitere konkrete Projekte sind

in der Pipeline: So hat die Konzeption für "MittelstandsKapital", das im Herbst

2027 starten soll, begonnen, in der Energiewirtschaft stehen drei neue Bausteine

des Deutschlandfonds kurz vor dem Start. Außerdem läuft das neue

Venture-Capital-Programm "WIN 400" bereits ab heute.

Der Bundesminister der Finanzen Lars Klingbeil :

"Der Deutschlandfonds ist ein Instrument, mit dem wir Deutschland innovativer

und wettbewerbsfähiger machen können. Nach dem erfolgreichen Start werden wir

den Deutschlandfonds jetzt weiter ausbauen. Wir setzen öffentliche Mittel

gezielt als Hebel ein, damit deutlich mehr investiert wird. Der Deutschlandfonds

kann Risiken absichern und so dafür sorgen, dass die besten Ideen in Deutschland

entstehen und hier auch groß gemacht werden. So können wir für mehr

Investitionen in Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz und

Biotechnologie sorgen und zugleich Industrie und Mittelstand stärken. Außerdem

investieren wir in unsere Sicherheit, Resilienz und Unabhängigkeit bei

kritischen Rohstoffen. Damit mehr bezahlbare Wohnungen gebaut werden, bauen wir

zusammen mit der KfW einen Wohnungsbaufonds auf."

Die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Katherina Reiche :

"Deutschland verfügt über starke Unternehmen und gute Technologien. Häufig

entscheidet die Finanzierung darüber, wie schnell daraus neue

Produktionsanlagen, moderne Energienetze oder international erfolgreiche

Wachstumsunternehmen entstehen. Genau an dieser Stelle setzt der

Deutschlandfonds an. Mit Garantien, Krediten und Beteiligungen übernimmt der

Staat gezielt einen Teil des Risikos und öffnet damit Raum für ein Vielfaches an

privaten Investitionen. Rund 30 Milliarden Euro an öffentlichen Mitteln und

Garantien sollen Investitionen von insgesamt rund 130 Milliarden Euro auslösen.

Die ersten Instrumente sind gestartet, auch ein erstes Scale-up-Investment wurde

bereits umgesetzt. Jetzt bauen wir den Fonds Schritt für Schritt aus. Wir

stärken die Finanzierung kritischer Rohstoffprojekte und stellen zusätzliches

Wachstumskapital für Start-ups und Scale-ups bereit. So schließen wir konkrete

Finanzierungslücken und sorgen dafür, dass Unternehmen ihre Technologien,

Produktion und Wertschöpfung in Deutschland ausbauen können."

Der Vorstandsvorsitzende der KfW Stefan Wintels : "Die ersten sechs Monate nach

dem Start zeigen: Der Deutschlandfonds löst Investitionen in und für unseren

Standort aus. Als KfW werden wir die Erfahrungen aus den ersten Vorhaben

zusammen mit der Bundesregierung auswerten und zur Weiterentwicklung des

Deutschlandfonds nutzen - damit aus ersten Erfolgen eine dauerhafte

Investitionsdynamik für Deutschland verstärkt wird. Unser Ziel bleibt es, vor

allem private Investitionen zu stimulieren - auch durch neue

Finanzierungsinstrumente."

Die Projekte und Fortschritte des Deutschlandfonds im Einzelnen

Für die Zielgruppe der Start-ups und Scale-ups wird wirksam privates Kapital

mobilisiert, und die Finanzierungsmöglichkeiten werden ausgeweitet:

1. KfW Capital hat im Rahmen des Investitionsprogramms "Scale-up Direct" seit

Dezember 2025 direkt in mehrere Unternehmen investiert. Das Interesse an

Scale-up Direct ist sehr hoch, sodass bis zum Ende des Jahres weitere

Investitionen erwartet werden.

2. Als eine Maßnahme zur Verstetigung des Zukunftsfonds wird das Programm

"Tech-Fondsinvest" aus Mitteln des Bundes aufgestockt und aus Mitteln der KfW

ergänzt. Damit steht für Investitionen in Venture-Capital-Fonds über dieses

breit anwendbare Programm zusätzlich ein Volumen von rund 770 Millionen Euro zur

Verfügung. In diesem Rahmen wird das jährliche Zusagevolumen von KfW Capital um

50 Millionen Euro auf 250 Millionen Euro pro Jahr aufgestockt.

3. Seit dem Start des Deutschlandfonds im Dezember hat KfW Capital bereits rund

185 Millionen Euro in mehreren Venture-Capital-(VC-)Fonds zugesagt. Die VC-Fonds

sind auch bei diesem Programm verpflichtet, mit mindestens dem von KfW Capital

eingebrachten Kapital Start-ups und innovative Tech-Unternehmen vor allem aus

den Bereichen DeepTech, BioTech und KI in Deutschland zu finanzieren.

4. Für innovative Fondsansätze stellt die KfW unter dem Deutschlandfonds über

das Programm WIN 400 außerdem 400 Millionen Euro zur Verfügung. Dazu gehören zum

Beispiel VC-Investments in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie, in

Secondary-Fonds und in hochinnovative Lösungen im Bereich DeepTech oder auch in

Fonds, die das Thema Unternehmensnachfolge und Transformation des Mittelstands

im Blick haben.

In der Zielgruppe Industrie und Mittelstand zeigt der Deutschlandfonds bereits

sichtbare Wirkung:

1.Der Rohstofffonds nimmt Fahrt auf und soll erheblich aufgestockt werden: Mit

einer Erhöhung auf insgesamt 1,5 Milliarden Euro sollen bis 2030 weitere

Rohstoff-Projekte realisiert werden. Das ist ein Meilenstein, um die

Versorgungssicherheit und Resilienz der Industrie bei kritischen Rohstoffen

abzusichern. Die Aufstockung des Rohstofffonds ist Gegenstand des anstehenden

parlamentarischen Haushaltsverfahrens.

Zwei konkrete Investitionen wurden bereits getätigt, ein weiteres Projekt ist

derzeit in der Due-Diligence-Prüfung. Für weitere aussichtsreiche Vorhaben

werden Investitionsentscheidungen vorbereitet. So hat die KfW im Auftrag der

Bundesregierung 150 Millionen Euro Eigenkapital für die klimaneutrale

Lithiumförderung von Vulcan Energy Resources sowie 50 Millionen Euro für ein

Projekt zur Förderung von Seltenen Erden des Unternehmens Arafura Rare Earths

zur Verfügung gestellt. Maßnahmen für ein besseres Ineinandergreifen der

Finanzierungsinstrumente zur strategischen Rohstoffbeschaffung und für eine

einheitliche Marktansprache werden eingeleitet.

2. Die Absicherung hoher Anzahlungs-, Gewährleistungs- und Umsetzungsleistungen

durch Avale bzw. Garantien versetzen Unternehmen in die Lage, zukünftig deutlich

größere Projekte zu realisieren. Ein Abschluss steht in Kürze im Bereich

Windenergie an.

3. Der Deutschlandfonds soll zudem über Verbriefungen den Mittelstand mit dem

Kapitalmarkt verknüpfen. Indem Finanzierungspartner bei Risiko und Eigenkapital

entlastet werden, entsteht zusätzlicher Spielraum für neue Kredite. So hat sich

die KfW Anfang Juni an Verbriefungen von Leasingforderungen deutscher

Mittelständler beteiligt; weitere Transaktionen sind in Vorbereitung.

4. Anknüpfend an das Auslaufen von RegioInnoGrowth (RIG) im August 2027,

arbeiten Bund und KfW unter Einbindung der Landesförderinstitute an der

Ausgestaltung des Nachfolgeprogramms MittelstandsKapital. MittelstandsKapital

soll Wachstums- und Innovationsfinanzierung im breiten Mittelstand über

Eigenkapital und eigenkapitalähnliche Mittel stärken und dabei auch die von RIG

adressierten innovativen Start-ups weiterhin unterstützen. Regionale Bedarfe

können gezielt berücksichtigt werden. Orientiert an der Struktur von RIG, werden

Mittel des Bundes auf Ebene der Landesprogramme um Mittel der Bundesländer

ergänzt und private Investoren eingebunden.

Zur Stärkung der Investitionen in die Energieinfrastruktur sind die Arbeiten und

erste Projekte im Deutschlandfonds deutlich vorangeschritten:

1. Als nächste Stufe bereitet die KfW Kreditinstrumente für

Energieversorgungsunternehmen vor. Der Investitionskredit Energieversorgung und

der KfW-Konsortialkredit Energieversorgung sollen zusätzliche

Finanzierungsspielräume für Investitionen in netzgebundene Wärme- oder

Kälteversorgung (Erzeugung, Speicherung und Verteilung) und den Ausbau der

Stromverteilung in Deutschland eröffnen. Beide Programme sollen im August

starten. Auch das Programm Erneuerbare Energien - Plus mit Haftungsfreistellung

soll über eine Risikoübernahme sowie einer zusätzlichen Zinsvergünstigung die

Kreditvergabe in erneuerbare Strom-, Wärme- und Kälteerzeugung sowie

Energiespeicher erhöhen. Der Produktstart von Erneuerbare Energien - Plus mit

Haftungsfreistellung soll in diesem Herbst erfolgen.

2. Derzeit laufen Gespräche mit den Ländern, um 2027 ein Programm zur

Bereitstellung von mezzaninem Kapital an Energieversorgungsunternehmen mit den

Landesförderinstituten zu realisieren. Es soll die Kapitalbasis von

Energieversorgern stärken und zusätzliche Fremdkapitalaufnahmen für

Investitionen in Stromverteiler- und Wärmenetze ermöglichen. Die Einbindung

privater Investoren in die Gesamtfinanzierung ist auch in diesem Produkt

möglich.

3. Mit dem KfW-Förderkredit Geothermie ist ein erstes Instrument gestartet, das

ein zentrales Investitionshemmnis angeht: das Risiko, bei Bohrungen nicht fündig

zu werden. Aktuell werden sieben Geothermie-Projekte geprüft, weitere Projekte

haben ihr Interesse angemeldet.

Hier finden Sie weitere Informationen inklusive einer Grafik (https://www.kfw.de

/Presse-Newsroom/Aktuelles/Deutschlandfonds/Infografik-DeuFo.jpg) und des

Faktenblatts (https://www.kfw.de/Presse-Newsroom/Aktuelles/Deutschlandfonds/Der-

Deutschlandfonds_Faktenblatt_171225_final.pdf%20).

Zur Website des Deutschlandfonds: deutschlandfonds.info (https://kfw-f-cmspre-lp

01.kfw.kfwgruppe.net/fs5preview_23978733/preview/23978733/site/DE/current/239787

75/32613504)

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