Millionenschwerer Deal

Übernahme von Konkurrent Precor: Peloton mit größtem Deal der Firmengeschichte


Übernahme von Konkurrent Precor: Peloton mit größtem Deal der Firmengeschichte

Peloton gilt als einer der Profiteure der Corona-Pandemie. CEO John Foley rechnet auch in Zukunft mit einem weiterhin hohen Wachstum. Nun brachte der US-Konzern mit der Übernahme des Konkurrenten Precor den bislang größten Deal der Firmengeschichte in trockene Tücher.

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In Zeiten, in denen weltweit pandemiebedingte Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen dem Nachgehen von Freizeitaktivitäten sowie der eigenen Lieblingssportart weitgehend ein Strich durch die Rechnung machten, hat sich das Geschäftsmodell von Peloton bewährt: Fitnessbikes für die eigenen vier Wände mit Fernzugriff auf Sportkurse. Peloton-Präsident William Lynch bezeichnete die Pandemie gegenüber "BNN Bloomberg" als "Rückenwind" für das Geschäft. Eine Tendenz, die sich im vergangenen Jahr sowohl in einer rasanten Kursrally als auch in einem merklichen Anstieg des Börsenwertes bei dem US-Konzern auf über 30 Milliarden US-Dollar widerspiegelte. Zwischenzeitlich konnte der Aktienkurs im Jahr 2020 im Vergleich zum Jahresbeginn um 400 Prozent zulegen.

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Produktionskapazitäten zur Befriedigung der Nachfrage

Nun legte Peloton im Dezember des vergangenen Jahres 2020 mit rund 420 Millionen US-Dollar fast eine halbe Milliarde US-Dollar auf den Tisch und erwarb den - vor allem in den USA aktiven - Hersteller von Heimtrainingsgeräten Precor. Der Deal soll in diesem Jahr vollständig abgeschlossen werden, wobei Precor als eigene Geschäftseinheit in das Unternehmen eingeht und weiterhin vom jetzigen Unternehmens-Präsidenten Rob Barker geleitet wird. Von der Übernahme erhofft sich der US-Konzern zusätzliche Produktionskapazitäten, um die durch die Pandemie entstandene gestiegene Nachfrage nach den Indoor-Fitnessbikes des Unternehmens besser bedienen zu können.

Mehr als 3,6 Millionen Mitglieder

Laut aktuellem Quartalsbericht von Peloton zählt die Streaming-Dienst-Plattform derzeit insgesamt mehr als 3,6 Millionen Mitglieder, wovon mehr als 1,3 Millionen den bezahlten Abonnement-Dienst nutzen. Hier können die Nutzer auf Live- und On-Demand-Workouts zum Selbermitmachen von Zuhause aus zugreifen. Mitunter werden Sport-Kurse in den Bereichen Indoor Cycling, Laufen, Krafttraining, Yoga oder Meditation, auch von deutschsprachigen Trainern, angeboten. Gegen Ende des vergangenen Jahres verkündete Peloton eine Partnerschaft mit US-Popstar Beyoncé. Seit September 2020 ist das Unternehmen Fitnessinnovationspartner der Akademie des Deutschen-Fußball-Bundes.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Jirsak / Shutterstock.com

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