Nach Schub am Vortag

Darum legen die Ölpreise zu


Darum legen die Ölpreise zu

Die Ölpreise haben am Mittwoch zugelegt.

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Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 117,31 US-Dollar. Das waren 1,70 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,57 Dollar auf 116,19 Dollar. Die Ölpreise hatten nach den Öl-Sanktionen der Europäischen Union (EU) gegen Russland am Vortag den höchsten Stand seit Anfang März erreicht.

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Ein Grund für den jüngsten Ölpreisanstieg war die Aussicht auf ein vermindertes Angebot aus Russland infolge neuer Sanktionen der Europäischen Union (EU) angesichts des Krieges in der Ukraine. Die EU-Staaten hatten sich nach wochenlangem Ringen auf einen Boykott von bestimmten Öllieferungen aus Russland verständigt.

In den Blick rückt nun das Verhalten der Mitglieder des Ölkartells OPEC+, zu dem neben den OPEC-Staaten unter anderem auch Russland gehört. Laut dem "Wall Street Journal" wird erwogen, das Ölförderabkommen mit Russland auszusetzen. Denn die Sanktionen des Westens würden die Fähigkeiten des Landes untergraben, mehr Rohöl zu fördern, um die Produktionsziele des Verbundes zu erfüllen.

"Die Herausnahme Russlands würde Saudi-Arabien und anderen Länder mit freien Förderkapazitäten die Möglichkeit geben, die Produktion stärker auszuweiten", kommentierte Carsten Fritsch, Devisenexperte bei der Commerzbank. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hat jedoch von Delegierten erfahren, dass eine Suspendierung Russland auf dem Treffen an diesem Donnerstag kein Thema sein werde. Bislang geht der Markt von einer weiteren moderaten Erhöhung der Fördermenge aus.

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Gestützt wurden die Ölpreise durch die Lage im Ölförderland Libyen. Dort sind die Rohölexporte im Mai auf das niedrigste Niveau seit Oktober 2020 gefallen. Das Ölförderung wird durch gewalttätige Auseinandersetzungen und eine schlechte Wartung der Ölförderanlagen belastet.

/jsl/he

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX)

Bildquellen: Trong Nguyen / Shutterstock.com, James Jones Jr / Shutterstock.com

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