Darum geben die Ölpreise am Freitag nach - Niveau bleibt hoch
Die Ölpreise haben am Freitag etwas von ihren starken Vortagsgewinnen abgegeben.
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Nachdem die Notierungen im frühen Handel leicht gesunken waren, haben sie den Rückgang im Tagesverlauf dann etwas ausgeweitet. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im November wurde bei 104,95 US-Dollar gehandelt und damit etwa anderthalb Prozent tiefer als am Vortag.
Auf Wochensicht sind die Ölpreise aber gestiegen. Seit Montag hat sich Rohöl der Sorte Brent um mehr als ein Prozent verteuert. Nachdem die Notierung in der ersten Wochenhälfte deutlich gefallen war, ging es am Mittwoch und Donnerstag bis zu zehn Prozent nach oben, nachdem Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung des Iran-Kriegs einen Dämpfer erhalten hatten.
"Am Ölmarkt bleibt die Stimmung angespannt", sagte Rohstoffexpertin Barbara Lambrecht von der Commerzbank. Gemessen an den Preisschwankungen der vergangenen 60 Tage sei die Nervosität zwar niedriger als im Frühsommer, "aber sie zog in den letzten Tagen wieder an und bleibt damit deutlich höher als zu Jahresbeginn."
Zuletzt scheint wieder etwas Bewegung in die diplomatischen Bemühungen am Rande der US-Generalversammlung gekommen zu sein. Der Iran hat den USA nach Medienberichten einen neuen Vorschlag zur Wiederaufnahme der Verhandlungen über ein mögliches Ende des Krieges vorgelegt. Über Vermittler sei der US-Regierung ein Plan vorgelegt worden, wonach die Straße von Hormus nach sieben Tagen wieder geöffnet werden könne, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt seien, sagte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi laut der "New York Times" und der "Financial Times".
"Brent dürfte sich wahrscheinlich um 100 bis 110 Dollar halten, solange sich die Lage nicht grundlegend ändert", sagte Haris Khurshid, Anlagestratege beim US-Hedgefonds Karobaar Capital. Eine glaubwürdige schrittweise Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran könnte den Preis allerdings recht schnell wieder unter 100 Dollar drücken.
/jkr/nas
NEW YORK/LONDON (dpa-AFX)
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