Rohstoffe im Fokus

Ölpreis dreht ins Plus - IEA sieht Gefahr für Versorgungssicherheit

21.07.26 15:25 Uhr

Ölpreise steigen wieder - IEA warnt vor Versorgungslücke | finanzen.net

Die Ölpreise haben am Dienstag zugelegt.

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Nachdem die Notierungen im frühen Handel noch etwas unter Verkaufsdruck gestanden hatten, drehten sie im Handelsverlauf in die Gewinnzone. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im September stieg um fast zwei Prozent auf 90,85 US-Dollar. Damit nähert sich der Preis wieder dem Höchststand seit Mitte Juni, der zum Wochenauftakt bei 91,42 Dollar erreicht worden war.

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat sich besorgt über die jüngste Entwicklung im Nahen Osten gezeigt. "Die Eskalation der Feindseligkeiten, die sich auf die Straße von Hormus und die Energieinfrastruktur der Region auswirken, verstärkt die Sorgen um die Versorgungssicherheit und die Ungewissheit hinsichtlich der Marktentwicklung", sagte IEA-Direktor Fatih Birol in einer Stellungnahme auf der Internetseite des Interessenverbands von Industriestaaten.

Am Ölmarkt bleibt die Entwicklung im Nahen Osten ein bestimmender Faktor. Das US-Militär hat in der nunmehr zehnten Nacht in Folge Ziele im Iran angegriffen. Zeitgleich zu den Militärschlägen soll aber nach übereinstimmenden Presseberichten auch eine diplomatische Initiative für eine neue Waffenruhe laufen, was die Ölpreise aber nur zeitweise belastet hat.

Medienberichten zufolge bemühen sich Vermittler um eine neue Waffenruhe. Katar, Ägypten, Pakistan und andere regionale Vermittler hätten den beiden Kriegsparteien einen Vorschlag für eine zehntägige Waffenruhe unterbreitet, berichteten das US-Nachrichtenportal "Axios" und das "Wall Street Journal".

Neben der Lage im Nahen Osten verwiesen Rohstoffexperten der Commerzbank aber auch auf den Ukraine-Krieg mit immer neuen Angriffen auf Anlagen der russischen Ölindustrie. Demnach sei nach Drohnenangriffen die Verladungen an einem wichtigen Ölterminal im Schwarzen Meer eingestellt worden.

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NEW YORK/LONDON (dpa-AFX)

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