Russland im Fokus

Ölpreise legen weiter etwas zu - das sind die Ursachen


Ölpreise legen weiter etwas zu - das sind die Ursachen

Die Ölpreise haben am Freitag an die Gewinne vom Vortag angeknüpft.

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Rohstoffe

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Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent-Öl zur Lieferung im September kostete zuletzt 70,21 US-Dollar. Das waren 66 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI zur Lieferung im August stieg um 74 Cent auf 68,30 Dollar.

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Mit den jüngsten Gewinnen machten die Ölpreise ein Stück weit die Verluste vom Wochenbeginn wett. Kurz vor dem Wochenende kostet Brent-Öl fast einen Dollar je Barrel weniger als am Montag.

Am Markt wurde auf ein neues Sanktionspaket der EU gegen Russland verwiesen, das nach einiger Verzögerung beschlossen werden konnte. Es soll insbesondere die russischen Einkünfte aus dem Export von Rohöl in Drittstaaten reduzieren und den russischen Finanzsektor treffen. Zudem ist vorgesehen, durch Sanktionen eine denkbare Wiederinbetriebnahme der Gaspipeline Nord Stream 1 und eine Nutzung der Pipeline Nord Stream 2 auszuschließen.

Nach Einschätzung der Rohstoffexpertin Barbara Lambrecht von der Commerzbank haben die Anleger am Ölmarkt aber bereits verstärkt mögliche US-Sanktionen gegen Russland im Blick. Russland liefere täglich mehr als sieben Millionen Barrel an Kunden im Ausland. Mögliche Sanktionen könnten die Lieferungen eingrenzen. Noch sei es zu früh zu beurteilen, welche Auswirkungen mögliche US-Sanktionen auf die russische Ölwirtschaft haben werden. Es sei nämlich damit zu rechnen, dass die jüngste Drohung von US-Präsident Donald Trump mit Sanktionen gegen Russland "allerhöchstens abgeschwächt umgesetzt wird", sagte Expertin Lambrecht.

/jsl/

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX)

Bildquellen: Schroders, mosista / Shutterstock.com

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