Darum entwickeln sich die Ölpreise in unterschiedliche Richtungen
Die Ölpreise haben sich am Mittwoch uneinheitlich entwickelt.
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Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 45,80 US-Dollar. Das waren 6 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg hingegen um fünf Cent auf 43,40 Dollar.
Zeitweise war der Preis für US-Öl bis auf 43,78 Dollar gestiegen. Dies ist der höchste Stand seit April, als die Corona-Krise und ein Preiskrieg führender Ölstaaten zu einem drastischen Einbruch der Ölpreise geführt hatte. Unterstützung erhält WTI-Öl durch den tropischen Wirbelsturm "Laura", der zuletzt an Stärke gewonnen hat und Anlagen der Ölindustrie an der Südküste der USA bedroht.
Derzeit bewegt sich der Hurrikan auf die US-Küste am Golf von Mexiko zu. Er gewinnt auf dem Weg weiter an Kraft. Laut Experten könnte er zur Kategorie vier und damit zur zweithöchsten Kategorie heranwachsen. "Fast die gesamte Öl- und Gasproduktion im Golf von Mexiko ist bereits geschlossen, sowie ein großer Teil der Raffinerien an der Küste", sagte Eugen Weinberg, Rohstoffexperte bei der Commerzbank. Die Auswirkungen auf den Rohölpreis dürften allerdings nur vorübergehend sein, während die Preise für Ölprodukte wie Benzin länger hoch bleiben könnten.
In den USA sind die Ölreserven in der vergangenen Woche stärker gefallen als erwartet. Die Vorräte sanken laut Energieministerium um 4,7 Millionen Barrel auf 507,8 Millionen Barrel. Analysten hatten mit einem Rückgang um 2,5 Millionen Barrel gerechnet. Die Daten stützten die Ölpreise aber nicht.
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NEW YORK/LONDON (dpa-AFX)
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