Christian Scheid-Kolumne

Gerresheimer: Wachstumsformel GLP-1


Gerresheimer: Wachstumsformel GLP-1 | finanzen.net

Beinahe mühelos konnte sich Gerresheimer vor wenigen Wochen mittels einer Kapitalerhöhung brutto 271,6 Mio. Euro am Markt beschaffen.

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Mit dem Erlös aus den zu jeweils 86,50 Euro platzierten Aktien will der Spezialverpackungshersteller die Flexibilität erlangen, um "weitere signifikante, profitable Wachstumschancen zu nutzen". Dabei legt das Unternehmen besonderen Fokus auf sogenannte "High Value Solutions" und "Medical Devices", einschließlich Lösungen für "GLP-1-verwandte Behandlungen". Bei GLP-1 handelt es sich um Wirkstoffe zur Behandlung von Diabetes und Fettleibigkeit - ein Feld mit riesigem Wachstumspotenzial. Die Analysten von Morgan Stanley gehen davon aus, dass der Markt für entsprechende Medikamente von 2,1 Mrd. Dollar im vergangenen Jahr bis 2030 auf circa 54 Mrd. Dollar anschwellen wird. In der Sparte Medical Devices mit Geräten für die Verabreichung von Medikamenten (Inhalatoren, Pens, Autoinjektionsgeräte) rechnet sich Gerresheimer ebenfalls große Chancen aus. Zum Bereich High Value Solutions zählen die Düsseldorfer unter anderem vorsterilisierte Fertigspritzen und Injektionsfläschchen zur direkten Befüllung durch Pharmahersteller. Einstweilen können sich auch die Quartalszahlen sehen lassen: Der Umsatz kletterte in den drei Monaten bis Ende Februar um 23,5 Prozent auf 457,8 Mio. Euro. Das bereinigte Ebitda legte um knapp ein Viertel auf 78 Mio. Euro zu. Die Prognosen fürs Gesamtjahr wurden bestätigt, was angesichts der prall gefüllten Orderbücher und der Perspektiven im GLP-1-Markt vorsichtig erscheint. Insofern sollte der Aufwärtstrend bei der Aktie anhalten. Mit einem Mini von BNP Paribas sind Anleger mit Hebel dabei (ISIN DE000PE9CEH0).

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Christian Scheid ist seit rund 18 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist tätig, davon seit circa zehn Jahren als freier Autor. Aktuell schreibt er für mehrere deutschsprachige Fachmagazine und -zeitungen in den Bereichen Aktien und Derivate, darunter Börse Online, Capital, Euro am Sonntag und Zertifikate // Austria. Per 1. Juli 2014 kehrte er zum ZertifikateJournal zurück, wo er bis Ende 2009 schon einmal tätig war und die damalige Österreich-Ausgabe des ZJ verantwortete.


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