Christian Scheid-Kolumne

HeidelbergCement: Günstig bewertet


HeidelbergCement: Günstig bewertet | finanzen.net

Jedes Jahr veröffentlichen die Experten der größten Banken weltweit eine Auswahlliste mit Aktien, denen sie für die kommenden Monate gute Entwicklungschancen zutrauen.

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Auch die DZ BANK hat ihre Favoriten für 2022 vorgestellt. Einer davon: HeidelbergCement. Den Baustoffkonzern sieht die Bank bei 81 Euro fair bewertet - ein Aufschlag von rund 26 Prozent auf den aktuellen Kurs. Potenzial ortet Analyst Thorsten Reigber unter anderem wegen der Infrastrukturprogramme in den wichtigen Kernmärkten und der anhaltenden Dynamik im Wohnungsbau. Der Experte geht zudem davon aus, dass es HeidelbergCement angesichts seiner Marktposition und Preismacht über Preiserhöhungen und zusätzliche Kostensenkungen gelingen sollte, die gestiegenen Energiekosten weitgehend zu kompensieren. Unterstützend wirken dürften laut Reigber außerdem weitere Maßnahmen zur Portfoliooptimierung, eine generelle hohe Kostendisziplin sowie eine geringere Vergleichsbasis ab dem zweiten Halbjahr 2022. Und auch die im Branchenvergleich weiterhin günstige Bewertung überzeugt den Experten. Er sieht den Gewinn je Aktie in diesem Jahr leicht von 7,77 Euro auf 7,90 Euro steigen, im nächsten sollen es dann 8,24 Euro sein. Auf letztgenannter Basis errechnet sich somit ein geschätztes KGV von 7,8. Zum Vergleich: Holcim wird derzeit mit dem 9,2-fachen der für 2023 erwarteten Gewinne gehandelt. CRH kommt sogar auf 14,2. Gleichwohl wollte der Reigber aber auch auf ein paar Risiken hinweisen. Diese lägen vor allem in einer aufkommenden Konjunkturschwäche in den USA und in Europa sowie in hohen Energiepreisen. Vorsichtige Anleger greifen daher statt zur Aktie zu einem Bonus Cap-Zertifikat (ISIN DE000VX4P5V6).

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Christian Scheid ist seit rund 18 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist tätig, davon seit circa zehn Jahren als freier Autor. Aktuell schreibt er für mehrere deutschsprachige Fachmagazine und -zeitungen in den Bereichen Aktien und Derivate, darunter Börse Online, Capital, Euro am Sonntag und Zertifikate // Austria. Per 1. Juli 2014 kehrte er zum ZertifikateJournal zurück, wo er bis Ende 2009 schon einmal tätig war und die damalige Österreich-Ausgabe des ZJ verantwortete.


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