Christian Scheid-Kolumne

SAP: Ausbruch!


SAP: Ausbruch! | finanzen.net

Die Spannung vor den Quartalszahlen von SAP am 19. Oktober war groß - nicht nur in Bezug auf das operative Geschäft, sondern auch auf den Aktienkurs.

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Wenige Tage vor der Zahlenbekanntgabe befand sich der Titel in einer klassischen "Make-or-break-Situation": Ein "Abpraller" am bisherigen Jahreshoch, damit die Ausbildung eines Doppeltops und die Aufnahme eines neuen Abwärtstrends schienen genauso wahrscheinlich wie der Ausbruch nach oben. Am Ende hat sich die Situation positiv aufgelöst - und die Aktie hat ein neues Rekordhoch markiert. Zwar ist bei dem Softwarehersteller das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wegen des starken Euros und hoher Investitionen mit 1,64 Mrd. Euro lediglich auf dem Niveau des Vorjahres gelandet. Der Umsatz kletterte dagegen um vier Prozent auf 5,59 Mrd. Euro. Die wichtige operative Marge fiel von 30,5 Prozent im Vorjahr auf 29,3 Prozent. Da hatten sich Analysten durchaus mehr ausgerechnet. Im Verkauf von Software lief es dagegen weiter gut, auch wenn das Cloud-Geschäft etwas schwächer abschnitt als gedacht. Daher hob SAP den Umsatzausblick leicht an. Währungsbereinigt sollen im Gesamtjahr nun zwischen 23,4 Mrd. und 23,8 Mrd. Euro durch die Bücher gehen - jeweils rund 100 Mio. Euro mehr als zuvor. Auch am unteren Ende der Ergebnisprognose will SAP etwas mehr erreichen. Die Anhebung des Ausblicks war es letztendlich, welche die Börsianer in Feierlaune versetzte und der Aktie zu einem neuen Höhenflug verhalf. Mit dem neuen Vorstoß wird es immer wahrscheinlicher, dass es beim Bonus Cap von HSBC aus ZJ 39.2017 im Juni 2019 zur Maximalrückzahlung kommt. Entscheidend hierzu ist die Barriere bei 72 Euro. Der Cap liegt bei 108 Euro, die aktuelle Maximalrendite bei 8,3 Prozent. Wer Stücke hat, sollte also dabei bleiben (ISIN DE000TD963D8). Neueinsteiger können sich aufgrund der herausragenden charttechnischen Situation auch einen Wave XXL der Deutschen Bank ansehen. Das Papier bildet Kursbewegungen mit einem Hebel von 3,8 ab. Die K.o.-Barriere liegt bei 77,35 Euro - 22,5 Prozent vom aktuellen Aktienkurs entfernt.

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Christian Scheid ist seit rund 18 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist tätig, davon seit circa zehn Jahren als freier Autor. Aktuell schreibt er für mehrere deutschsprachige Fachmagazine und -zeitungen in den Bereichen Aktien und Derivate, darunter Börse Online, Capital, Euro am Sonntag und Zertifikate // Austria. Per 1. Juli 2014 kehrte er zum ZertifikateJournal zurück, wo er bis Ende 2009 schon einmal tätig war und die damalige Österreich-Ausgabe des ZJ verantwortete. Hier können Sie sich zum Gratis-Newsletter anmelden: ZertifikateJournal


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Bildquellen: ZertifikateJournal

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