PayPal-Aktie hundertfach aufgestockt: Das Commerzbank-Depot im zweiten Quartal 2026
Die Commerzbank krempelte ihr US-Aktiendepot im zweiten Jahresviertel um, und ausgerechnet zwei langjährige Kernpositionen bekommen den größten Schnitt ab.
Werte in diesem Artikel
- Commerzbank meldet ihr US-Depot für das zweite Quartal 2026 an die SEC
- Bei Deutsche Bank und Honeywell schrumpft der Anteil drastisch zusammen
- PayPal-Aktie wächst im Depot stark, reicht aber nicht für die Top Ten
Die Commerzbank baute ihr US-Aktiendepot im zweiten Quartal 2026 spürbar um: Zwei etablierte Positionen schrumpfte das Institut drastisch zusammen, eine dritte stockte es massiv auf. Möglich wird der Einblick durch eine Pflicht der US-Börsenaufsicht SEC, die institutionelle Investoren mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 100 Millionen US-Dollar zur vierteljährlichen Offenlegung ihrer Aktienbestände verpflichtet. Die Commerzbank kam dem nach und bezifferte ihr Gesamtdepot zum Stichtag 30. Juni 2026 auf rund 5 Milliarden US-Dollar.
Aktien von Deutsche Bank und Honeywell fast komplett abgebaut
Mit am deutlichsten fiel der Rückzug bei der Deutsche Bank aus: Die Commerzbank reduzierte den Bestand um rund 3,7 Millionen Aktien auf noch etwa eine Million, der Anteil am Portfolio sinkt von 2,91 auf 0,68 Prozent. Noch radikaler zog sich das Institut bei Honeywell zurück: Nur noch rund 21.000 Aktien blieben übrig, ein Rückgang von mehr als 95 Prozent, während der Portfolioanteil von 2,08 auf 0,09 Prozent schmolz.
PayPal-Position wächst kräftig, reicht aber nicht für die Top Ten
Gegenläufig entwickelte sich die Position in PayPal: Die Commerzbank stockte den Bestand auf das rund 116-Fache auf und kam damit auf einen Portfolioanteil von 1,3 Prozent. Für einen Platz unter den zehn größten US-Positionen des Depots reicht der Aufbau trotz des kräftigen Sprungs nicht.
Commerzbank-Aktie: Was der Umbau für Anleger bedeutet
Ob hinter den Verschiebungen eine strategische Neuausrichtung oder reine Feinjustierung des Portfolios steckt, lässt die Pflichtmeldung offen. Das SEC-Formular listet nur Bestände und Veränderungen, keine Begründungen des Managements. Für Anleger liefert die Offenlegung dennoch einen seltenen Einblick, wie ein europäisches Institut sein US-Aktienportfolio zwischen zwei Quartalen umschichtet.
Alexandra Hesse, Redaktion finanzen.net
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Bildquellen: Commerzbank AG, Frank Gaertner / Shutterstock.com











