Goldpreis: Monatsverlust von mehr als sechs Prozent droht
Der Goldpreis hat sich im frühen Dienstagshandel nach den kräftigen Verlusten zu Wochenbeginn leicht stabilisiert.
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Im Mittelpunkt steht nun der am Nachmittag anstehende PCE-Preisindex, das bevorzugte Inflationsmaß der US-Notenbank Fed. Schwächere Inflationsdaten könnten die Erwartungen weiterer Zinsschritte dämpfen und Gold unterstützen. Ein stärkerer Preisauftrieb dürfte dagegen die Anleiherenditen und den Dollar nach oben treiben und damit zusätzlichen Druck auf das Edelmetall ausüben. Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten soll der Index im August gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent gestiegen sein. Hier zu Lande dürften sich die Marktakteure für die deutsche Inflationsrate (September) stark interessieren. Analysten rechnen mit einer von 2,9 auf 3,2 Prozent p.a. beschleunigten Teuerung. Aktuell rechnen die Finanzmärkte laut FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group mit einer Zinserhöhung noch in diesem Jahr. New-York-Fed-Präsident John Williams hält einen weiteren Zinsschritt in diesem Jahr voraussichtlich für ausreichend.
Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 30,80 auf 4.210,50 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Stabile Tendenz zur Wochenmitte
Der Ölpreis tendierte im frühen Mittwochshandel leicht bergauf. Für Auftrieb sorgte einmal mehr die anhaltende Unsicherheit über den Konflikt zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Donald Trump wies Berichte zurück, wonach er im Gegenzug für Zugeständnisse beim iranischen Atomprogramm zu einer Lockerung der Sanktionen bereit sei. Gleichzeitig bemüht sich Katar weiterhin um eine diplomatische Annäherung zwischen beiden Ländern. Dämpfend wirkt dagegen die deutlich verbesserte Versorgungslage im Nahen Osten. Die Rohölexporte der Region haben sich im September kräftig erholt und den höchsten Stand seit Beginn des Krieges Ende Februar erreicht. Saudi-Arabien nahm zudem die Verladung von Öl im Hafen Yanbu wieder auf, nachdem die Ost-West-Pipeline erneut in Betrieb gegangen war. Neue Impulse könnten am Nachmittag die US-Lagerdaten (16.30 Uhr) liefern. Laut dem Branchenverband API sind die Rohöl- und Benzinvorräte zuletzt gestiegen, während die Destillatbestände zurückgingen. Von den offiziellen EIA-Daten erwarten Analysten dagegen sinkende Rohöl- und Produktbestände.
Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit gehaltenen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,06 auf 89,44 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,06 auf 96,22 Dollar anzog.
Jörg Bernhard, Redaktion finanzen.net
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