Heute im Fokus

Inflationssorgen steigen: DAX schließt im Minus -- BMW streicht beim 3er den Diesel -- HPE, VW, LEG, Infineon, Gerresheimer, LPKF, Chipatitel, PUMA, NEL, DroneShield, IONOS im Fokus

aktualisiert 30.09.26 18:07 Uhr

Neue Tesla-Regel könnte den Weg für eine SpaceX-Fusion ebnen. Zahlung von Geschäftspartner stützt Kontron. Citi-Downgrade und Patentstreit belasten Moderna. Eventim-Finanzvorstand scheidet mit sofortiger Wirkung aus. ARK kauft NVIDIA-Aktien. Boeing sticht Northrop bei neuem Kampfjet-Auftrag aus. Trump: KI-Firmen sollen sich selbst beaufsichtigen. China droht EU mit Gegenmaßnahmen im Handelsstreit.

Marktentwicklung


Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am Mittwoch in Rot.

Der DAX drehte nach einer freundlichen Eröffnung ins Minus. Letztlich schloss er 0,79 Prozent schwächer bei 25.199,19 Punkten.
Der TecDAX wechselte nach einem positiven Start mehrfach das Vorzeichen und beendete den Handelstag letztlich quasi unverändert bei 4.001 Zählern.

Schwache Inflationsdaten aus der Eurozone haben die Kurse belastet. Auf die Teuerungsdaten aus Spanien am Vortag waren Daten aus Frankreich, Italien und Deutschland gefolgt. Allesamt liegen weit über dem Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB), die auf mittlere Sicht eine Rate von zwei Prozent für den gesamten Währungsraum anstrebt. Daher dürfte die EZB wohl zur Überzeugung kommen, nochmals an der Zinsschraube zu drehen, was der Markt entsprechend einpreise, hieß es seitens der Helaba. "Zum Ende des Jahres sei eine Zinserhöhung vollständig eingepreist, im ersten Quartal eine weitere", schrieben sie.

Am Morgen noch hatten Aussagen von US-Präsident Donald Trump zur KI-Regulierung sowie positive Konjunkturdaten aus China für gute Stimmung gesorgt. Trump entschärfte nach den Worten von Marktexperte Stephen Innes ein "unmittelbares Risiko für KI-Investments", in dem er nach Beratungen mit Branchenvertretern am Vortag seine Präferenz für freiwillige Selbstverpflichtungen, Selbstregulierung und einen kleinen Aufsichtsausschuss signalisiert habe.

Mit Blick auf China erleichterte, dass der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe im August knapp über die Expansionsschwelle von 50 Punkten gestiegen war. >p> Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken



An Europas Börsen verlief der Mittwochshandel deutlich schwächer.

Der EURO STOXX 50 fiel nach einem leicht positiven Start deutlich in rotes Terrain. Schlussendlich ging er 0,81 Prozent tiefer bei 6.269,02 Punkten in den Feierabend.

Die Freude über taubenhafte Kommentare von US-Notenbank-Mitglied John Williams ist verflogen. Vor allem die sehr hohen Inflationsdaten aus Europa haben schockiert. Der von US-Präsident Trump gestartete Krieg gegen den Iran und die folgende Ölpreis-Explosion fressen sich immer stärker in die Kostenstrukturen von Europas Wirtschaft. Die EU warnt nun vor "sehr hohen" Energiekosten auch im Winter, das ifo-Institut stellt fest, dass sich immer mehr Zweitrunden-Effekte der Inflation zeigen.

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An der Wall Street tendiert der Leitindex zur Wochenmitte nur seitwärts.

So eröffnete der Dow Jones 0,15 Prozent höher bei 51.424,84 Punkten und bewegt sich auch im Anschluss nur nahe der Nulllinie.
Dagegen kann der technologielastige NASDAQ Composite seinen Gewinn im Verlauf des Mittwochhandels kräftig ausbauen, nachdem er zum Start bereits um 0,36 Prozent auf 26.892,80 Zähler gestiegen war.

Bereits vor dem offiziellen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung gaben Informationen des Arbeitsmarktdienstleisters ADP Einblick in die Beschäftigungsentwicklung der Privatwirtschaft. Dort ist die Zahl der Beschäftigten im September stärker gestiegen als erwartet. Trotz der Auswirkungen des Iran-Kriegs auf die Energiepreise zeigte sich die US-Wirtschaft zuletzt robust. Dies gilt bisher auch für den Arbeitsmarkt.

Im Rahmen von Preisdaten wurde zudem bekannt, dass der sogenannte PCE-Deflator im August im Vergleich zum Vorjahr weniger stark zugelegt hat als prognostiziert. Er gilt als bevorzugte Inflationskennziffer für die US-Notenbank Fed, die ihre Geldpolitik sowohl an der Teuerungsentwicklung als auch am Arbeitsmarkt ausrichtet. Die Inflationsdaten stießen am Markt erkennbar auf ein positives Echo, da sie den Druck auf die Währungshüter für eine weitere Leitzinsanhebung minderten.

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Am Mittwoch präsentierten sich die größten Börsen in Asien mehrheitlich höher.

Der Nikkei 225 legte in Japan deutliche 1,94 Prozent auf 66.753,72 Punkte zu.

Auf dem chinesischen Festland gewann der Shanghai Composite daneben 0,31 Prozent auf 3.842,20 Zähler.

In Hongkong zeigten sich die Anleger ebenfalls verhalten in Kauflaune, der Hang Seng verzeichnete ein Plus von 0,37 Prozent auf 24.613,27 Punkte.

Anleger hielten sich vor den anstehenden US-Inflationsdaten zurück, während ein leichter Rückgang der globalen Anleiherenditen und nachgebende Ölpreise den Risikoaktiven etwas Rückhalt gaben. Vorausgegangen war eine verhaltene Sitzung an der Wall Street, die von erhöhten Renditen für US-Staatsanleihen geprägt war. Auch die US-Aktienfutures zeigten sich im asiatischen Handel gemischt.

Stützend wirkte in China die Erholung der Konjunkturdaten: Der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe kehrte wieder in den Wachstumsbereich zurück, und auch der Dienstleistungssektor legte zu. Zudem stieg der private RatingDog-PMI für die Industrie auf ein Fünfmonatshoch, was auf eine noch stärkere Belebung der Fabrikaktivität hindeutet als die offiziellen Zahlen. In Japan fielen hingegen die Daten zur Industrieproduktion schwächer als erwartet aus: Die Produktion sank im August im Vergleich zum Vormonat um 1,7 Prozent - der zweite Monatsrückgang in Folge, was auf eine anhaltende Schwäche im Bausektor hinweist.

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