Aktien von Meta, Amazon & Co.: Jamie Dimon erwartet KI-Ausgaben von bis zu einer Billion US-Dollar im Jahr 2027
JPMorgan-Chef Jamie Dimon hält es für möglich, dass die Hyperscaler 2027 bis zu eine Billion US-Dollar in KI-Infrastruktur stecken. Im laufenden Jahr sind es noch rund 700 Milliarden.
Werte in diesem Artikel
- Dimon äußerte sich am Rande der JPMorgan India Conference in Mumbai
- Investitionen von rund 300 Milliarden US-Dollar 2025 auf 700 Milliarden US-Dollar 2026 gestiegen
- Vermögensverwalter Apollo Global Management sieht den KI-Bauboom doppelt so schnell wachsen wie den Immobilienboom
Dimon rechnet mit weiterem Anstieg der KI-Ausgaben
Jamie Dimon, Chairman und Chief Executive Officer von JPMorgan Chase, hat sich am 21. September 2026 am Rande der 11. jährlichen JPMorgan India Conference in Mumbai zu den Investitionen in KI-Infrastruktur geäußert. Im Gespräch mit dem indischen Wirtschaftssender CNBC-TV18 sagte Dimon, die Ausgaben im gesamten Ökosystem der Hyperscaler wie Meta, Amazon und Co. könnten im Jahr 2027 eine Billion US-Dollar erreichen. Zum Vergleich nannte er die Entwicklung der Jahre 2025 und 2026, in denen sich die Investitionen von rund 300 Milliarden US-Dollar auf etwa 700 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppelt haben. Nach Einschätzung von Dimon trägt dieser Investitionsschub jährlich etwa einen Prozentpunkt zum Wachstum der US-Wirtschaft bei.
Einordnung im Vergleich zu früheren Investitionszyklen
Eine Einordnung der aktuellen Dynamik liefert eine Analyse von Torsten Slok, Chefvolkswirt des Vermögensverwalters Apollo Global Management. Demnach rechnet der Konsens damit, dass die Investitionen der Hyperscaler zwischen 2027 und 2029 jährlich bei rund 3 Prozent des US-Bruttoinlandsprodukts liegen, nach 1,4 Prozent im Jahr 2025 und 0,3 Prozent im Jahr 2019. Das wäre mehr als doppelt so viel wie auf dem Höhepunkt des Telekom- und Glasfaserausbaus der späten 1990er-Jahre, der im Jahr 2000 bei 1,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts lag und anschließend einbrach. Im Vergleich zum Immobilienboom, der 2005 mit 6,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts seinen Höchststand erreichte, ist der Ausbau der Rechenzentren zwar weniger als halb so groß. Allerdings baut sich der KI-Zyklus laut Apollo fast doppelt so schnell auf wie der Immobilienboom in seiner dynamischsten Phase.
Dimon warnt vor verfrühten Schlussfolgerungen zu Gewinnern und Verlierern
Zur Frage, welche Unternehmen von der aktuellen Entwicklung langfristig profitieren werden, äußerte sich Dimon be seinem Auftritt zurückhaltend. Er zog einen Vergleich zum Internetboom der späten 1990er-Jahre, in dessen Verlauf zahlreiche damals bekannte Namen später verschwanden, während heute dominierende Unternehmen zu jener Zeit kaum jemand kannte. Neben den KI-Ausgaben äußerte sich Dimon auch zu handelspolitischen Themen. Mit Blick auf das Verhältnis zwischen den USA und China hatte sich Dimon am 21. September zudem für einen Dialog zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping ausgesprochen. Das Treffen der beiden Staatschefs fand inzwischen statt. Dimon hatte dabei unter anderem Gespräche über Handel, Künstliche Intelligenz und Sicherheitsfragen angeregt./p>
Jonas Vogt, Redaktion finanzen.net
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