SiC-Chips für Rechenzentren

Infineon-Aktie im Plus: Chip-Konzern besiegelt KI-Stromdeal mit Eaton


Infineon-Aktie im Plus: Chip-Konzern besiegelt KI-Stromdeal mit Eaton

Ein neuer Liefervertrag mit Eaton rückt Infineon tiefer in die Stromversorgung von KI-Rechenzentren, während die Aktie am Mittwoch zulegt.

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  • Neue Halbleiter-Partnerschaft zielt auf die Stromversorgung von KI-Rechenzentren
  • Analysten sehen unterschiedliche Kursziele zwischen Vorsicht und Optimismus
  • Konzern baut Portfolio rund um Rechenzentrums-Infrastruktur systematisch aus
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Infineon Technologies vertieft mit einem neuen Liefervertrag an Eaton sein Engagement in der Stromversorgung von KI-Rechenzentren. Die Nachricht kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Halbleiterkonzern sein Portfolio sichtbar auf Rechenzentrums-Infrastruktur ausrichtet. Die Infineon-Aktie schloss im XETRA-Handel 0,34 Prozent höher bei 59,50 Euro.

Eaton setzt auf Infineons Siliziumkarbid-Technologie

Infineon Technologies, ein Halbleiterhersteller mit Schwerpunkt auf Leistungselektronik, liefert Siliziumkarbid-Leistungshalbleiter an Eaton für dessen Medium-Voltage-Solid-State-Transformer-Plattform MVSST 2.0, wie Infineon gestern mitteilte. Die Plattform soll Energie effizienter umwandeln, damit KI-Rechenzentren stabiler ans Stromnetz angebunden werden können. Im Zentrum stehen 800-Volt-Gleichstromarchitekturen, die gegenüber klassischen Lösungen weniger Umwandlungsstufen benötigen.

Andreas Weisl, Chief Sales Officer der Sparte Industrial & Infrastructure bei Infineon, erklärte in der Aussendung, man wolle mit Eaton gemeinsam die Solid-State-Transformer-Technologie voranbringen und zu einer skalierbaren, effizienten und nachhaltigen Infrastruktur für die KI-Rechenzentren der Zukunft beitragen. David Zheng, Vice President R&D for Power Quality bei Eaton, betonte, Infineons Siliziumkarbid-Technologie helfe dabei, die nächste Generation von Stromarchitekturen schneller auszurollen.

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Infineon baut Rechenzentrums-Portfolio systematisch aus

Der Eaton-Deal reiht sich in eine Serie von Schritten ein, mit denen Infineon sein Geschäft rund um KI-Rechenzentren stärkt. Bereits Anfang September hatten Infineon und Skeleton Technologies, ein Anbieter von Hochleistungs-Energiespeichersystemen, eine Absichtserklärung für gemeinsame Energielösungen in Rechenzentren unterzeichnet. Seit Ende 2025 arbeitet Infineon zudem mit SolarEdge an einem modularen Solid-State-Transformer-Baustein, der eine Effizienz von über 99 Prozent erreichen soll.

Parallel dazu schärft Infineon sein Kerngeschäft: Mitte September vereinbarte der Konzern den Verkauf seines NOR-Flash- und F-RAM-Geschäfts an Winbond Electronics für 1,12 Milliarden US-Dollar, der Abschluss wird für die zweite Jahreshälfte 2027 erwartet.

Analysten uneins über Infineon-Aktie

Bei den von TipRanks aufgelisteten Analysten zeigt sich ein gemischtes Bild. Jefferies-Analyst Janardan Menon bewertet die Infineon-Aktie mit Buy und einem Kursziel von 96 Euro. Oddo BHF-Analyst Stephane Houri hatte die Aktie am 18. September von Neutral auf Buy hochgestuft und ein Kursziel von 80 Euro ausgegeben, während Warburg Research am 7. September ebenfalls auf Buy hochstufte und ein Kursziel von 84 Euro nannte. Morgan Stanley-Analyst Lee Simpson hatte die Aktie hingegen bereits am 8. September von Overweight auf Hold zurückgestuft und das Kursziel auf 65 Euro gesenkt.

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Worauf Infineon-Anleger nun warten

Für Infineon-Anleger ist die Meldung vor allem ein strategisches Signal, denn damit stößt das Unternehmen weiter ins wachstumsstarke Geschäft mit KI-Rechenzentren vor. Allerding wird kein Auftragsvolumen genannt, der unmittelbare Umsatzeffekt lässt sich also nicht beziffern und dürfte eher mittelfristig über den Hochlauf der 800-VDC-Architektur spürbar werden.

Ob sich der Eaton-Deal in konkreten Auftragsvolumina niederschlägt, dürfte sich erst im weiteren Jahresverlauf zeigen, wenn Infineon Details zu Stückzahlen oder Vertragslaufzeiten nachliefert. Bis dahin bleibt der Blick auf den Zahlentermin gerichtet, der zeigen soll, wie stark sich die neue Rechenzentrums-Strategie bereits in den Geschäftszahlen widerspiegelt.

Der nächste Zahlentermin ist für den 10. November vorgesehen, gilt aber vorläufig als unbestätigt.

Die Kooperationsmeldung deutet aber daruf hin, dass Infineon dabei ist, mit Siliziumkarbid und Galliumnitrid zu einem wichtigen Zulieferer für die Stromversorgung von KI-Rechenzentren zu werden. Anleger die diese These teilen, findet in der Eaton-Meldung und den Kooperationen mit Skeleton und SolarEdge Bestätigung. Man sollte aber bedenken, dass der KI-Bezug möglicherweise schon teilweise im Kurs eingepreist ist.

Thomas Zoller, Claudia Stephan, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: CHRISTOF STACHE/AFP/Getty Images, 360b / Shutterstock.com

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Datum Rating Analyst
30.09.26 Infineon Buy Jefferies & Company Inc.
28.09.26 Infineon Neutral UBS AG
21.09.26 Infineon Neutral UBS AG
14.09.26 Infineon Neutral UBS AG
09.09.26 Infineon Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)

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