Gerresheimer macht im zweiten Quartal Boden gut - Aktie hebt ab
Gerresheimer hat im zweiten Quartal gegenüber dem schwachen Jahresauftakt zugelegt, bleibt im Jahresvergleich aber unter dem Vorjahresniveau.
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Die Geschäfte des Verpackungsspezialisten Gerresheimer haben sich im zweiten Quartal besser entwickelt als zu Beginn des Geschäftsjahres. Vorläufigen Berechnungen zufolge setzte das Unternehmen im zweiten Geschäftsquartal (bis Ende Mai) mit 578 Millionen Euro 55 Millionen Euro mehr um als in den ersten drei Monaten, wie Gerresheimer am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen legte im Vergleich zum Vorquartal um 35 Millionen Euro auf 102 Millionen Euro zu. Allerdings schrumpften Erlös und operatives Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im zweiten Geschäftshalbjahr soll es dann noch besser laufen. Zudem kommen die besiegelten Verkäufe der Bereiche Centor und Primary Packaging Plastics voran. Die Aktie legte zuletzt um 3,5 Prozent zu.
Transformationsprogramm und Verkäufe kommen voran
"Unser Transformationsprogramm gto beginnt zu greifen", sagte Finanzchef Wolf Lehmann. Der Centor-Verkauf stehe kurz vor dem Verkaufsabschluss und der Veräußerungsprozess von Primary Packaging Plastics schreite planmäßig zügig voran. Gerresheimer rechnet damit, dass die zweite Transaktion im 1. Halbjahr 2027 abgeschlossen wird. Gerresheimer will den finalen Halbjahresbericht Ende November veröffentlichen.
Quartalsbilanz mit Verspätung
Gerresheimer legt die Quartalsbilanz mit Verspätung vor. Das Unternehmen hatte die Veröffentlichung verschoben, nachdem Untersuchungen der Bafin Fehler in der Bilanzierung zutage gefördert hatten. Die Düsseldorfer mussten daraufhin Jahresabschlüsse korrigieren und verschärften ihre Bilanzierungs- und Kontrollprozesse. Auch kam es zu einem Wechsel an der Unternehmensspitze und zu Verkäufen von Unternehmensteilen.
Gerresheimer-Aktie erholt sich
Die Gerresheimer-Aktie gewinnt auf XETRA zeitweise 4,23 Prozent auf 28,60 Euro. Im April war die Aktie aus dem SDAX geflogen, weil der Konzern seinen Geschäftsbericht für das Jahr 2024/25 nicht rechtzeitig vorlegen konnte. Dieser ist inzwischen veröffentlicht, wobei Gerresheimer angesichts hoher Wertberichtigungen einen Konzernverlust von fast 319 Millionen Euro auswies. Auch der Quartalsbericht zum ersten Quartal liegt bereits vor. Angesichts einer deutlichen Kurserholung werden Gerresheimer sogar wieder Chancen auf eine baldige Rückkehr in den SDAX eingeräumt
Dow Jones und dpa-AFX
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Bildquellen: Daniel Gebauer / Gerresheimer AG
