Gerresheimer: Ist das die Trendwende?


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Gerresheimer: Ist das die Trendwende?

Gerresheimer zeigt nach dem schwachen Jahresauftakt deutliche Erholungstendenzen. Setzt sich die Trendwende fort, bietet die schwer gebeutelte Aktie erhebliches Potenzial.

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Nach einer Serie von Gewinnwarnungen, Bilanzproblemen und einem dramatischen Kursverfall sendet Gerresheimer ein positives operatives Signal: Die heute vorgelegten vorläufigen Zahlen zeigen zumindest im zweiten Quartal eine deutliche Erholung gegenüber dem schwachen Jahresauftakt.

Starkes sequenzielles Wachstum

Der Umsatz kletterte sequenziell um 10,5 Prozent auf 578 Mio. Euro nach 523 Mio. Euro im ersten Quartal. Noch deutlicher fiel die Verbesserung beim bereinigten EBITDA aus, das um mehr als 50 Prozent von 66 auf 102 Mio. Euro zulegen konnte. Die operative Marge erholte sich damit um fünf Prozentpunkte auf 17,6 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr bleibt die Entwicklung allerdings rückläufig, denn im zweiten Quartal 2025 wurden noch 614 Mio. Euro Umsatz und 126 Mio. Euro EBITDA erzielt. Auch zum Halbjahr steht damit per Saldo ein leichter Rückgang des Umsatzes auf 1,10 Mrd. Euro (1. HJ 2025: 1,14 Mrd. Euro) und des bereinigten EBITDA auf 168 Mio. Euro (1. HJ 2025: 224 Mio. Euro) zu Buche.

Prognose bleibt anspruchsvoll

Für das Gesamtjahr bleibt das Management dennoch optimistisch und erwartet eine deutliche Belebung im zweiten Halbjahr, wenngleich die Prognose zuletzt auf die untere Hälfte der bisherigen Umsatzspanne von 2,3 bis 2,4 Mrd. Euro und auf eine bereinigte EBITDA-Marge von 17 bis 18 Prozent (zuvor 18 bis 19 Prozent) reduziert wurde. Aber auch diese Taxe bleibt mit Blick auf die Halbjahreszahlen anspruchsvoll. Zusätzliche Entlastung verspricht immerhin der Verkauf von Centor und des globalen Kunststoffverpackungsgeschäfts an Apax zu einem Enterprise Value von zusammen rund 1,5 Mrd. Euro. Der Erlös soll vor allem zum Schuldenabbau eingesetzt werden und könnte damit einen der größten Belastungsfaktoren der Aktie entschärfen.

Hoher Turnaround-Hebel

Allerdings ist nach dem Absturz von einst dreistelligen Kursen auch schon viel Pessimismus eingepreist. Analysten erwarten für 2027 derzeit rund 2,70 Euro Gewinn je Aktie, womit sich das KGV bei Kursen um 28 Euro nur auf gut 10 stellen würde. Kann Gerresheimer die im zweiten Quartal verzeichnete Erholung fortsetzen und die reduzierte Jahresprognose erreichen, könnte das Vertrauen schrittweise zurückkehren. Dann besitzt die schwer gebeutelte Aktie auf dem aktuellen Niveau nach wie vor ein erhebliches Turnaround-Potenzial.

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Spannend könnte es demnächst auch bei Pyramid werden, wo die anstehenden Quartalszahlen über die Jahresprognose entscheiden dürften. Zuletzt war der operative Trend positiv, was sich in der Aktie aber noch nicht niedergeschlagen hat: zum Artikel

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Erstellung am 30.09.26 um 12:28 Uhr.

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