Südzucker: Neuer Versuch mit neuen Impulsen
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Die Südzucker-Aktie ist beim Sturm auf ein neues Jahreshoch gescheitert. Vorerst, denn optimistische Preisprognosen für Zucker könnten neuen Schub liefern.
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Die Rohstoffexperten der Bank of America sehen für das neue Wirtschaftsjahr 2026/27, das in der Landwirtschaft überwiegend im Juli beginnt, weiter steigende Preise für Agrarrohstoffe. Für Zucker wird mit einem Anstieg auf 0,20 US-Dollar je Pfund (zuvor: 0,17 US-Dollar je Pfund) gerechnet. Das hört sich wenig an, ist aber ein Anstieg von fast 18 Prozent. Für den Zuckerhersteller Südzucker sind steigende Zuckerpreise gut für das Geschäft.
Zuckerpreise im Aufwind
Die Schätzung der Rohstoffexperten basiert auf unterschiedlichen Faktoren. Dazu zählen die Produktionsausfälle bei Zuckerrüben in Europa aufgrund der Dürren, der schwächere Monsun in Indien und die übermäßig hohen Regenfälle in Brasilien. Da sich das Wetter offensichtlich weltweit nicht an statistische Mittelwerte hält, dürfte die Zuckerbilanz insgesamt angespannt bleiben.
Was passiert in der zweiten Jahreshälfte?
Südzucker dürfte diese Entwicklung in die Karten spielen. Am 8. Oktober legt das Unternehmen die Q2-Zahlen für das Geschäftsjahr 2026/27 (28.2.) vor. Dann wird es aller Voraussicht nach auch eine erste Prognose zu der erwarteten Entwicklung in der zweiten Geschäftsjahreshälfte (September 2026 bis Februar 2027) vom Management geben. Wir schätzen, dass die Q2-Ergebnisse trotz der gestiegenen Kosten für Energie und Rohstoffe zumindest im Rahmen der Erwartungen ausgefallen sind und der Ausblick konkretisiert werden kann.
Fazit
Südzucker will im Gesamtjahr 2026/27 einen Umsatz zwischen 8,0 und 8,4 Mrd. Euro einfahren. Beim operativen EBITDA wurde die Zielspanne von 480 bis 680 Mio. Euro im Juli bestätigt, wenngleich das Q1 beim EBITDA über den Erwartungen lag. Hohe Zuckerpreise durch den Golfkrieg, die schwächeren Ernten und gestiegene Preise für Biosprit könnten aber zu einer kleinen Ertragsüberraschung führen. Ob eine solche schon ausreichen würde, um an den Jahreszielen für das EBITDA zu schrauben, ist offen. Da sich die Aktie technisch in einem Aufwärtstrend befindet, halten wir einen erneuten Angriff auf das Jahreshoch bei gut 13 Euro für möglich. Positionen sollten stets abgesichert werden.
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Erstellung am 28.09.26 um 09:16 Uhr.
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