KWS Saat: Darauf ist jetzt zu achten
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KWS hat vor einer Woche mit dem Ausblick für 2026/27 die Investoren enttäuscht, die Aktie bleibt seither unter Druck. Ob das Bild tatsächlich so düster ist, hängt von einer Position ab, die sich kaum kalkulieren lässt.
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Börsianer blicken in die Zukunft. Ob die Geschäftszahlen für 2025/26 (per 30.6.) des Saatgutherstellers KWS nun enttäuscht haben oder nicht: Entscheidend ist letztlich der Ausblick und da gibt es keine zwei Meinungen. Was das KWS-Management für 2026/27 aufgerufen hat, ist definitiv nicht das, was Anleger vor dem Hintergrund hoher Preise für Agrarrohstoffe hören wollten.
Finanzergebnis dreht ins Plus
Doch der Reihe nach: Mit einem Umsatzrückgang 2025/26 um 3 Prozent auf 1.626,8 Mio. Euro lag das Unternehmen etwas unter Plan. Die anvisierte EBITDA-Marge wiederum wurde mit 21,1 Prozent (Ziel: 19 bis 21 Prozent) sogar übertroffen. Dennoch sank das EBITDA aufgrund der geringeren Umsatzbasis auf 343,1 Mio. Euro (GJ 2024/25: 350,5 Mio. Euro). Durch das auf plus 1,1 Mio. Euro (GJ 2024/25: minus 35,4 Mio. Euro) deutlich verbesserte Finanzergebnis stand unter dem Strich ein Gewinnanstieg auf 158,4 Mio. Euro (GJ 2024/25: 140,0 Mio. Euro) oder 4,80 Euro/Aktie (GJ 2024/25: 4,24 Euro/Aktie).
Magere Ziele
Für 2026/27 soll der Umsatz organisch um rund 3 Prozent wachsen und die EBITDA-Marge zwischen 19 und 20 Prozent liegen. Wird das Umsatzziel erreicht, ergibt sich sogar am oberen Ende der Spanne ein EBITDA-Rückgang auf rund 335 Mio. Euro. Allerdings sagt das EBITDA möglicherweise wenig über das Nettoergebnis aus. Hintergrund ist das Finanzergebnis. Hier spielen das Beteiligungsergebnis, Währungsdifferenzen sowie at-equity bewertete Gemeinschaftsunternehmen und deren Buchwertveränderungen hinein. Doch damit bleibt es schwer kalkulierbar.
Fazit
Unter der Prämisse, dass das Finanzergebnis in etwa ausgeglichen bleibt, dürfte in unserer Kalkulation der Gewinn/Aktie im Geschäftsjahr 2026/27 leicht auf 4,74 Euro sinken. Bei einem Kurs von rund 70 Euro ergibt sich in diesem Szenario ein KGV von fast 15. Das wäre grundsätzlich zu vertreten. Da aber die für 2026/27 genannten Eckwerte bereits unter den Mittelfristzielen bis 2028 (EBITDA-Marge bei 19 bis 21 Prozent, Umsatzwachstum bei 3 bis 5 Prozent) liegen, ist die Fantasie doch eher begrenzt. Technisch ist nach dem Sturz unter die 200-Tage-Linie ebenfalls Vorsicht angesagt.
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Erstellung am 30.09.26 um 9:06 Uhr.
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