DAX fester -- Asiens Börsen mehrheitlich schwächer -- OpenAI stoppt GPT-Modell nach KI-Fehlverhalten -- SpaceX: Starship erreicht Erdumlaufbahn -- Novo, Commerzbank, NEL, Gold, AMD im Fokus
Google geht gegen EU-Anforderungen zu Android-KI-Zugang vor. thyssenkrupp: Stahlsparte peilt deutlichen Rendite-Sprung an. AstraZeneca investiert Milliardensumme in Summit Therapeutics. Boeing: Softwarefehler bremst Zertifizierung neuer Flugzeugvariante. Commerzbank: UniCredit strebt offenbar schon bald die Kontrolle an. BASF blitzt mit Übernahmeangebot bei Evonik ab.
Marktentwicklung
Auch am Dienstag trotzt der deutsche Aktienmarkt den hohen Ölpreisen und Renditen.
So zeigte sich der DAX zum Sitzungsstart bei 25.374,34 Punkten zunächst unverändert und pirscht sich im Verlauf sogar auf grünes Terrain vor.
Der TecDAX eröffnete die Sitzung derweil mit einem Plus von 0,45 Prozent bei 3.986,98 Zählern und hält sich auch im Anschluss in der Gewinnzone auf.
Am deutschen Aktienmarkt bleiben der steigende Ölpreis und der Ausverkauf am Anleihemarkt die bestimmenden Themen. Da die Hoffnung auf eine baldige Einigung zwischen den USA und dem Iran schwindet, zieht Öl wieder an. Inflationssorgen und Wetten auf weitere Fed-Zinserhöhungen hatten die Renditen von US-Staatsanleihen am Montag auf Mehrjahreshochs getrieben. Marktbeobachter Stephen Innes bezweifelt laut dpa-AFX, dass das US-Wirtschaftswachstum dies noch lange ausgleichen kann, zumal "das Aktienpolster nicht mehr weiter wächst". Dank seines geringen Tech-Anteils trotzt der DAX der Branchenschwäche aber weitgehend. Wie der Dow Jones steuert er dennoch mit mehr als drei Prozent Minus auf einen schwachen September zu.
Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken
Anleger greifen an Europas Börsen am Dienstag zu.
Der EURO STOXX 50 ging mit plus 0,09 Prozent auf 6.307,00 Punkte kaum verändert in den Handelstag, legt im Anschluss aber spürbar zu.
Die Anleger blicken weiterhin auf die stockenden Gespräche über einen Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran. Brent-Öl kostet wieder mehr als 107 Dollar je Barrel. Der teurere Rohstoff schürt Inflationsängste und lässt die Anleiherenditen steigen, was wiederum auf den Aktienmärkten lastet. Größere Konjunkturimpulse bleiben heute aus: Aus der Eurozone kommen lediglich einige Stimmungsdaten. In den USA folgen am Nachmittag die JOLTS-Zahlen zum Arbeitsmarkt sowie das Verbrauchervertrauen. Letzteres könnte Bewegung bringen, sollten sich die Hinweise auf einen deutlichen Konsumrückgang infolge hoher Spritpreise verdichten.
Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken
An der Wall Street übernahmen im Montagshandel die Bären das Ruder.
So eröffnete der Dow Jones mit einem kleinen Verlust und vergrößerte diesen im Anschluss. Sein Schlussstand: 51.481,72 Punkte (-0,67 Prozent).
Auch der technologielastige NASDAQ Composite gab klar ab, nachdem er bereits zum Start gefallen war. Schlussendlich war hier ein Minus von 0,92 Prozent bei 26.820,38 Punkten zu beobachten.
Im Iran-Krieg stehen die Zeichen weiter auf Konfrontation. So hat US-Präsident Donald Trump den Vorschlag des Irans für einen siebentägigen Waffenstillstand abgelehnt. Er habe Beratern erklärt, dass er nach den Zwischenwahlen im November mit einer Wiederaufnahme der Bombardierungen des Irans rechne, sagten US-Beamte. Mit Teherans Vorschlag wären im Gegenzug für die Aufhebung der US-Blockade iranischer Häfen die Straße von Hormus wieder geöffnet und die Atomgespräche wieder aufgenommen worden.
Die Ölpreise stiegen erneut, kamen aber im Verlauf von den Tageshochs deutlich zurück. Der Grund hierfür könnte sein, dass wieder signifikante Ölmengen durch die zuletzt beschädigte East-West-Pipeline fließen. Laut Angaben von Bloomberg sollen wieder rund 3,5 Millionen Barrel durch die Pipeline fließen, also etwas die Hälfte der Gesamtkapazität.
Der Anstieg des Ölpreises nährte Inflationssorgen, was die Renditen am Anleihemarkt wegen der damit verbundenen Spekulationen um weitere Zinserhöhungen nach oben klettern ließ.
Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken
Auch am Dienstag sind an den Börsen in Fernost überwiegend rote Vorzeichen zu sehen.
So verzeichnet der japanische Nikkei 225 zeitweise Verluste von 0,60 Prozent auf 65.481,27 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland zeigt sich der Shanghai Composite hingegen mit plus 0,32 Prozent auf 3.835,83 Zählern robust.
In Hongkong ist wiederum ein Minus zu sehen: Der Hang Seng gibt um 0,31 Prozent auf 24.566,73 Einheiten nach.
Asiens Börsen zeigen sich am Dienstag überwiegend schwächer und knüpfen damit an die Verluste der Wall Street an. Wie schon in New York bremsen die weiter steigenden Renditen die Kauflaune der Anleger. Die US-Marktzinsen klettern auf neue 19-Jahreshochs, getrieben vom Ölpreis: Nachdem Washington ein iranisches Angebot zur Wiederöffnung der Straße von Hormus gegen Gegenleistungen abgelehnt hat, zieht Brent um 1,7 Prozent auf gut 107 Dollar je Fass an.
Besonders unter Druck stehen erneut Technologiewerte. Höhere Zinsen drücken die Bewertungen, da künftige Gewinne stärker abgezinst werden, und verteuern zugleich Kredite, und das mitten in einer Phase massiver KI-Investitionen. Zusätzlich belasten Hinweise auf ein langsameres KI-Tempo wegen Sicherheitsbedenken: Laut Wall Street Journal hat OpenAI den Start seines nächsten Modells abgesagt, weil es interne Sicherheitsprüfungen nicht bestanden hatte. Marktteilnehmer sehen dadurch die hohen Investitionen im Sektor zunehmend kritisch.