Uniper-Aktie im Plus: RWE und KKR buhlen offenbar gemeinsam um den Energiekonzern - Equinor ebenso interessiert
Der Energiekonzern RWE hat offenbar ein Auge auf den Gaskonzern Uniper geworfen. Daneben meldet auch Equinor Interesse an.
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Zusammen mit dem Finanzinvestor KKR hätten die Essener ein unverbindliches Gebot für das Staatsunternehmen abgegeben, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen. Weitere interessierte Parteien seien der norwegische Konzern Equinor sowie ein Konsortium aus Brookfield Asset Management und dem Canada Pension Plan Investment Board (CPPIB). In der vergangenen Woche war die Frist für die Abgabe unverbindlicher Angebote abgelaufen.
Das "Handelsblatt" hatte zudem in der vergangenen Woche berichtet, dass die zum tschechischen Milliardär Daniel Kretinsky gehörende EPH ebenfalls ein Gebot abgegeben habe. KKR, RWE, Brookfield, CPPIB und Uniper wollten sich nicht äußern, Equinor war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.
Für RWE stellt das Angebot eine Kehrtwende dar, nachdem Vorstandschef Markus Krebber im August in einer Telefonkonferenz mit Analysten erklärt hatte, das Unternehmen sei nicht an einem Kauf von Uniper interessiert. Mit Equinor, das selbst mehrheitlich im Staatsbesitz ist, unterhält Uniper bereits geschäftliche Beziehungen und hat erst Ende August einen großen Erdgas-Liefervertrag mit den Norwegern abgeschlossen.
Uniper hat als Gasimporteur und Kraftwerksbetreiber eine große Bedeutung für Deutschlands Energiesicherheit. Das Unternehmen ist derzeit fast vollständig in deutschem Staatsbesitz. Bis Ende 2028 muss Deutschland seine Anteile aber wieder auf höchstens 25 Prozent plus eine Aktie verringert haben.
Auf das Interesse reagiert die Uniper-Aktie via XETRA mit zwischenzeitlichen Kursgewinnen von 4,26 Prozent auf 46,50 Euro. RWE-Anteilsscheine verlieren derweil 0,4 Prozent auf 58,88 Euro.
/nas/men/mis
DÜSSELDORF (dpa-AFX)
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Bildquellen: PATRIK STOLLARZ/AFP/Getty Images, Andre Laaks, RWE
