BASF blitzt mit Übernahmeangebot bei Evonik ab - so geht es für die Aktien weiter
Der Spezialchemiekonzern Evonik hat laut eines Presseberichts eine Offerte der BASF deutlich über dem Aktienkurs abgelehnt.
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Der DAX-Konzern habe 22,15 Euro je Evonik-Papier geboten, schrieb die "Financial Times" ("FT") am Montagabend unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Das wäre ein Aufschlag von fast 23 Prozent im Vergleich zum Schlusskurs des vergangenen Donnerstags. Am Freitag hatte die "FT" dann über ein Interesse von BASF an Evonik berichtet. Seither legte der Aktienkurs des im MDAX notierten Unternehmens um rund 10 Prozent auf 19,84 Euro zu.
Im XETRA-Handel am Dienstag ging es letztlich nur seitwärtsn. BASF-Titel schlossen derweil mit minus 0,68 Prozent bei 49,94 Euro.
Am Freitag hatte nach Evonik auch BASF Sondierungen zu einer möglichen Übernahme bestätigt. Mit einem Zukauf könnte der weltgrößte Chemiekonzern seinen regionalen Fußabdruck sowie seine Produktpalette ausbauen, auch mit Blick auf die Konkurrenz aus China. BASF kommt aktuell auf eine Marktkapitalisierung von knapp 45 Milliarden Euro, Evonik auf gut 9,2 Milliarden Euro. Evonik und die RAG-Stiftung wollten sich nicht zur Höhe eines Gebots äußern.
Strategisch könnte Evonik das Spezialchemiegeschäft der BASF stärken, schrieb Analyst Peter Spengler von der DZ Bank. Allerdings müssten Finanzierung, Synergien und die Haltung der RAG-Stiftung noch geklärt werden. Die RAG-Stiftung hält als Großaktionärin nach eigenen Angaben noch rund 44 Prozent an Evonik und hat bisher geplant, den Anteil perspektivisch auf gut 25 Prozent zu reduzieren.
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LONDON (dpa-AFX)
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Bildquellen: BASF SE, Jonathan Weiss / Shutterstock.com
